NS-KFZ-Raub

Nach dem „Anschluss“ im März 1938 beschlagnahmten die Nationalsozialisten über 3.000 Kraftfahrzeuge, die entweder als Dienstfahrzeuge z. B. für die NSDAP verwendet, oder im Auftrag der GESTAPO durch das Wiener Dorotheum im Sommer 1938 versteigert wurden. ca. 20 % aller damals in Wien gemeldeten Personenwagen wurden von den Nationalsozialisten gestohlen – der größte Autoraub in der österreichischen Geschichte.

Im Jahr 2008 konnte das Technische Museum Wien im Zuge der Provenienzforschung einen von der SA beschlagnahmten Fiat 522C, an den Sohn der ursprünglichen Besitzerin, der jüdischen Kauffrau Rosa Glückselig, restituieren. Nach dem Ankauf durch das Technische Museum Wien ist er nun in der Schausammlung in der Ausstellung „Geraubte Autos“ zu sehen. Ausgehend von diesem Fall wurde systematisch der Entzug von Kraftfahrzeugen durch das NS-Regime und deren Restitution nach 1945 untersucht.\r\nDie Datenbank NS-KFZ-Raub erfasst nach derzeitigem Wissenstand, die vom NS-Regime in Österreich entzogen Kraftfahrzeuge und ist somit ein Hilfsmittel zu Identifizierung von NS-Raubgut in öffentlichen und privaten Sammlungen sowie im Oldtimerhandel.

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