Object - Datensatz
 
Medien
Permanente URL
http://data.tmw.at/object/169976
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TURTLE
Identifikator
169976
Inventarnummer
20460
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,4.23
0.00.00.0false
Sammlungsgruppe
Titel
Flughafen - Wien-Schwechat Bauzustand 1960
Beschreibung
Original: Bauzustand nach der Eröffnung am 17.6.1960. Fassadenmodell des Flughafengebäudes bestehend aus dem Kontrollturm, dem verwaltungs- u. Flugsicherungsgebäude, der Passagierabfertigungshalle, dem Restauranttrakt und dem Treppenaussichtsturm. Insgesamt 7 Teile. Material: Karton und Papier. Geschichte: Unmittelbar nach dem Anschluß begann man im 3. Reich mit der Planung kleiner Militärflugplätze in der Umgebung Wiens. So erwarb die Deutsche Luftwaffe auch Grundstücke aus dem Besitz der Erben des Bierbrauunternehmers Anton Dreher auf dem Heidfeld bei Fischamend. Den Spatenstich zum Bau des Fliegerhorstes Heidfeld nahm am 14.5.1938 Reichsluftfahrtminister Hermann Göring vor. Neben der Piste und 5 Hallen wurden eine Großgarage und eine Werft errichtet. Als der zentrale Standort der deutschen Heinkel-Werke in Rostock-Marienehe im Jahr 1942 bombardiert wurde, verlagerte man im folgenden Jahr die gesamte Produktion nach Schwechat. Da die "zivilen" Arbeiter, vor allem aber die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen für die Fertigung des Nachtjägers He 219 "Uhu", des schweren Bombers He 177 "Greif" und des ab Herbst 1944 gebauten einstrahligen Abfangjägers He 162 "Salamander" nicht reichten, wurde im Sommer 1943 das "Konzentrationslager Mauthausen Arbeitslager Wien-Schwechat 2" errichtet. Die stärkste Belegung wurde im April 1944 mit 2.656 KZ-Häftlingen erreicht. Dazu kamen 5.550 inländische Arbeiter, 3.170 ausländische Zwangsarbeiter und 900 Kriegsgefangene. Nach dem Krieg wurde Schwechat als Militärflughafen von Briten und Franzosen verwaltet. Nach der Gründung der Wiener Flughafenbetriebsgesellschaft im Dezember 1953 erfolgte der Baubeginn des neuen Flughofes im März 1956. Am 17.6.1960 eröffnet Bundespräsident Adolf Schärf das mit einem Aufwand von 230 Mio. ATS errichtete Flughafengebäude, der Generalausbauplan des FLUW und Entwurf des Empfangsgebäudes stammen von den Architekten Pfeffer, Klaudy, Hoch und Schimka. Der Flughafen-Gebäudekomplex umfasste das Abfertigungsgebäude für Passagiere als Mitteltrakt, den Bürotrakt als Ostflügel für die Luftverkehrsgesellschaften und Flugsicherung mit dem daran anschließenden Kontrollturm und den Westflügel als Restauranttrakt, der über einen Treppenturm zu einer Aussichtsterrasse nach Westen hin erweitert wurde. Die Abfertigungs-Kapazität war aufgrund der Prognose für 1975 für 2.000.000 Fluggäste ausgelegt; der 2-Ebenen Betrieb orientierte sich an der möglichen Auslastung der 1. Piste, konkret entsprach dies 30 Bewegungen pro Stunde bzw. 18 Landungen/Starts und ca. 900 Ankommenden und Abfliegenden pro Stunde.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 295.5cm
Tiefe: 35.5cm
Höhe: 30.5cm