Object - 2 Datensätze
 
Medien
Permanente URL
http://data.tmw.at/object/137627
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TURTLE
Identifikator
137627
Inventarnummer
647
Datensatzart
OBJECT
Standort
E2,3.24
Sammlungsgruppe
Titel
Modell einer CORLISS Dampfmaschine
Beschreibung
Der Amerikaner Georg Henry Corliss beschließt in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts, eine neuartige Dampfmaschine zu bauen. Sie soll alle anderen Konstruktionen übertreffen. Corliss ist kein Ingenieur, unbelastet von »Dampfphilosophien« geht er neue Wege. 1849 entwickelt er die »Drehschiebersteuerung«. Die Dampfmaschine besitzt im Gegensatz zu den üblichen einfachen Flach- und Muschelschiebern als Steuerungsorgane vier Rundschieber, wobei je ein Einlaß- und ein Auslaßschieber an jedem Ende des Dampfzylinders angeordnet sind. Bei dieser liegender Maschine sind die Einlaßschieber oben und die Auslaßschieber unten (Vierventilmaschine). Eine vom Exzenter bewegte Drehscheibe betätigt mittels kurzer Gelenkstangen die Hebel für die Einlass- und Auslaßschieber. Die gegenseitige Lage der Hebelzapfen bedingt, dass das Öffnen der Einlaßschieber sowie Öffnen und Schließen der Auslaßschieber sehr rasch erfolgt. Die Corliss-Maschinen verbrauchen gegenüber bis dahin üblichen Maschinen bei gleicher Leistung nur die Hälfte an Brennstoff. Die Maschinen werden anfänglich vorsichtig angenommen, Corliss führt ein Leasingsystem für seine Dampfmaschinen ein und stellt sie auf Messen und Ausstellungen aus. Die Betriebsergebnisse sind überzeugend. Corliss wird in den Vereinigten Staaten populär. 1876 zeigt er auf der Weltausstellung in Philadelphia die größte bisher gebaute Dampfmaschine. Sie ist 13,5 m hoch, wiegt 600 Tonnen und leistet 2.500 PS. Für die USA, die gerade ihr hundertjähriges Gründungsjubiläum feiern, ist diese Maschine ein Symbol ihrer industriellen Macht und unternehmerischen Stärke. Nach der Ausstellung erwirbt George Pullman die Maschine und setzt sie in seiner Waggonfabrik ein. 1908 wird sie von einer Dampfturbine abgelöst und verschrottet.
Maße
Breite: 150.0cm
Tiefe: 65.0cm
Höhe: 80.0cm
Masse: 140.0kg
Feinerschlossene Gruppen
Medien
Permanente URL
http://data.tmw.at/object/137658
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TURTLE
Identifikator
137658
Inventarnummer
678/1
Datensatzart
OBJECT
Standort
E2,4.17
Sammlungsgruppe
Titel
Zweizylinder-Verbunddampfmaschine
Beschreibung
Um 1880 entstanden die ersten elektrischen Kraftstationen. Als zuverlässige Antriebsmaschine stand damals nur die Kolbendampfmaschine zur Verfügung. Der Antrieb elektrischer Generatoren verlangte hohe Umlaufzahlen und genaue Drehzahlregelung. Dies löste einen Entwicklungsschub im Dampfmaschinenbau aus, als dessen Höhe- und gleichzeitiger Endpunkt schnell laufende ventilgesteuerte Dampfmaschinen gelten können. Verbunddampfmaschinen, wie die hier ausgestellte, besitzen zwei Zylinder: Nach Freisetzung eines Großteils der Dampfenergie im Hochdruckzylinder wurde die Restenergie im Niederdruckzylinder, dessen Durchmesser größer ist, weiter ausgenutzt. Der Hochdruckzylinder besitzt eine Collmann-Steuerung, Bauart 1897, eine Corliss-Steuerung reguliert den Niederdruckteil. Dies führte zu einer erheblichen Steigerung des Wirkungsgrades, da der relativ kleine Hub hohe Drehzahlen gestattete. Diesem Zweck diente auch die aufwändige Konstruktion der Ventilsteuerung. Der direkt mit der Dampfmaschine gekoppelte Innenpol-Dynamo produzierte Gleichstrom mit einer Spannung von 110 V.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 600.0cm
Tiefe: 450.0cm
Höhe: 270.0cm
Feinerschlossene Gruppen