Thesaurus - Datensatz
 
Begriff
Zahnradbahn
Permanente URL
http://data.tmw.at/thesaurus/30115
SKOS - TURTLE
Begriffsbeschreibung
Eine Zahnradbahn nutzt die formschlüssige Verbindung eines Zahnrades auf der Lokomotive mit einer Zahnstange im Gleis, um größere Steigungen als eine konventionelle Eisenbahn überwinden zu können. Der Direktor der Middleton-Zeche bei Leeds, John Blenkinsop, entwarf im Jahre 1812 mit der Firma Murray & Woods in Leeds eine Lokomotive, die erstmals diese Technik nutzte. Motivation war nicht große Steigungen zu überwinden, sondern die Lokomotive so leicht wie möglich bauen zu können. Die damals eingesetzten gegossenen Schienen brachen sehr oft, und der Zahnradantrieb ermöglichte größere Zugkräfte auch bei geringem Lokomotivgewicht. Der Schweizer Nikolaus Riggenbach schuf mit der 1871 eröffneten Zahnradbahn auf den Rigi ein Vorbild für eine Ausflugsbahn ins Gebirge, das weltweit Nachahmung fand. Nach diesem Vorbild entstanden auch die Österreichischen Zahnradbahnen auf den Kahlenberg, den Schafberg und Schneeberg sowie nach Achensee. Zahnradbahnen wurden im schwierigen Gelände aber auch für normale Eisenbahnen genutzt, um die Streckenführung zu verkürzen oder erst zu ermöglichen. Beispiele sind die Erzbergbahn in Österreich, oder zahlreiche Linien in der Schweiz.
Identifikator
30115
Status
Deskriptor
Type
SUBJECT
OBJECT
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