Exhibition - Datensatz
 
Identifikator
14494
Permanente URL
https://data.tmw.at/exhibition/14494
Report - verknüpfte Objekte
Titel
Der Teilnachlass von Joseph Petzval
Beschreibung
Das vielfältige Quellenmaterial dokumentiert die Lebensgeschichte, die Forschungen und das fotografische Werk eines Protagonisten der österreichischen Fotoentwicklung: Joseph Maximilian Petzval (1807-1891). Im Herbst 1840 berichteten die Medien über eine bahnbrechende Entwicklung im Bereich der Fotografie: Dem Mathematiker Joseph Petzval war in Wien die Berechnung eines Objektivs gelungen, das gegenüber dem vom Franzosen Daguerre verwendeten viel lichtstärker war. Das Petzval-Porträtobjektiv, ausgeführt durch den Optiker Peter Wilhelm Friedrich Voigtländer, erlangte Weltruhm. Der „Voigtländer‘sche Apparat“, eine Daguerreotypiekamera mit Messinggehäuse, wurde in Tausenden von Exemplaren verkauft. Rechtsstreitigkeiten zwischen beiden Parteien waren die Folge, denn Petzval hatte keinerlei finanzielle oder rechtliche Vereinbarung mit dem Optiker getroffen. In den 1850er-Jahren entwickelte Petzval gemeinsam mit dem Optiker Carl Dietzler ein neues Landschaftsobjektiv: Das "Photographische Dyalit“ wurde erstmals 1856 bei der Jahresversammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Wien vorgestellt. Im Museumsarchiv sind Probeaufnahmen mit beiden vom Fotopionier berechneten Objektiven erhalten. Sie sind kostbare Dokumente aus der Frühzeit der Fotografie in Österreich.
Medien