Exhibition - Datensatz
 
Identifikator
14966
https://data.tmw.at/exhibition/14966/xml
Titel
NS-Frauenpolitik und Bildpropaganda
Beschreibung
Die Pressefotografie spielte eine zentrale Rolle für die NS-Propaganda. Ausgewählte Aufnahmen der Pressebildagentur Wien-Bild (vormals Agentur Schostal) und der Atlantic-Photogesellschaft aus Berlin verdeutlichen ein ambivalentes und von Opportunismus geprägtes Frauenbild des männerdominierten NS-Regimes. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ stand die Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau im Mittelpunkt. Doch veränderte sich die ideologisch motivierte Bildpropaganda mit Fortschreiten des Krieges allmählich. Die Bilder belegen, wie sich Frauenpolitik aufgrund des Mangels an Arbeitskräften den kriegswirtschaftlichen Erfordernissen anpasste. Pressefotos inszenieren unermüdliche Arbeiterinnen in typischen Männerberufen, etwa als Schweißerinnen, Dreherinnen, Kranführerinnen oder als Straßenbahn- und LKW-Fahrerinnen. Andere Aufnahmen zeigen Laborantinnen bei ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen, veranschaulichen die Bedeutung der gesunden "Volksernährung" und propagieren die Autarkie in der Lebensmittelproduktion. Zeitgleich verbreiten dieselben Bildagenturen Fotos von Veranstaltungen der NS-Frauenschaft, der Frauenorganisation der NSDAP: Mutterschaftskurse, Kochkurse für Kinder oder Modeschauen „Wie sich die Hausfrau richtig kleidet“. Diese Bilder vermitteln den Eindruck, dass die Arbeitseinsätze der Frauen eine vorübergehende Ausnahme wären, bis die Männer heimkehren.
Medien
Permanente URL
https://data.tmw.at/exhibition/14966
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