Object - Datensatz
 
Medien
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Identifikator
110290534
Inventarnummer
BPA-010712-07
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,8.14
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Titel
Stroboskopische Scheibe: Abb. Nr. XII. und XIV.
Ebene
ITEM
Beschreibung
Gleichzeitig mit dem belgischen Physiker Joseph Antoine Ferdinand Plateau und dem Briten William Horner entwickelt Simon Stampfer, Professor am Polytechnischen Institut in Wien, Anfang der 1830er Jahre „stroboscopische Scheiben“ bzw. „optische Zauberscheiben“. Der dahinterstehende zauberhafte Effekt gründet auf der Trägheit des menschlichen Auges, dank dessen eine Reihe von rasch vorübergeführten Phasenbildern als Bewegung wahrgenommen wird. Stampfer konstruiert zwei konkrete Anwendungen: zum einen eine vertikale, drehbar gelagerte Scheibe, auf der kreisum gemalte Phasenbilder einer Szene angeordnet sind und die zusätzlich Sichtschlitze bei allen Phasenbildern aufweist. Der Betrachter blickt von hinten durch die Schlitze der rotierenden Scheibe und erblickt in einem Spiegel gegenüber das entsprechende Bewegungsbild. Eine weitere Anwendung ist das Stroboskop, eine oben offene Trommel, die waagrecht drehbar gelagert ist, an ihrer Außenwand über Sehschlitze verfügt und an der Innenwand die Phasenbilder trägt. Im Zentrum der Trommel befinden sich Spiegelfacetten, in denen das Laufbild erscheint, wenn man von außen durch die Schlitze blickt. Stampfer erhält gemeinsam mit dem Kunsthändler und Verleger Mathias Trentsensky am 7. Mai 1833 ein kaiserliches Privileg (Nr. 1920), das Herstellung und Vertrieb solcher bedruckter Zauberscheiben zwei Jahre lang vor Konkurrenz schützt. Optische Zauberscheibe von Simon Stampfer. Nr. XII. "Reitender Trompeter." Nr. XIV. "Velocipede." Quelle: Beschreibung von P. Sigmund Fellöcker (1839 - 1887). Vgl. Homepage des Museums der Sternwarte in Kremsmünster.
Objektbezeichnung
Maße
Durchmesser: 285.0mm
Länge: 3.0mm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/110290534
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TURTLE