Beschreibung
Vorgedrucktes Formular, handschriftlich ausgefüllt; ursprünglich mehrfach gefaltet. "Paß- und Stund-Zettul" (sic) für eine "eigne hocheilende Staffeta" der Taxisschen Reichspost von Lindau nach Innsbruck, abgefertigt in Lindau am 6. 10. 1744 um 13 Uhr. Ihr Weg führte von Lindau über Wangen und Holzleiten nach Kempten, Füssen und Nassereuth bis Innsbruck. Der Pass verzeichnet Eintragungen zu zehn Orten; die letzte Eintragung erfolgte am 7. 10. um 21 Uhr abends für Barwies, die vorletzte Station vor dem Zielort Innsbruck. Dirschenbach und Innsbruck sind nicht mehr verzeichnet.
Auf der Außenseite (wenn gefaltet) gedruckt die "Cito Cito Citissime"-Mahnung zur Eile sowie "Paß- und Stund-Zettul nach (eingetragen: Insbrugg)", darüber handschriftlich "Staffeta". Innenseitig aufgedruckt der standardmäßige Wortlaut: "Gegenwärtige eigne hocheilende (Staffeta) solle ganz eylends und unverzüglich / auch bey Tag und nacht nacher (Insbrugg) geführet / nirgends aufgehalten noch verabsaumt / nicht weniger Tag und Stund jedes Orts Ankunft und Abgehung fleißig hierunter verzeichnet werden. Geben und abgefertiget zu Lindau den (6. 8bris) Ao. (1744)". Cito Citissime abgangen um (1) Uhr (Nachmittags)
Befördert wurde, wie der handschriftliche Vermerk darunter anführt, ein "Paquetl", das dem "königl. Obrist Hof und General Erb Postambt Insbrugg" zu überstellen war; jener Postanstalt, die zwar von einem Taxis-Zweig geführt wurde, aber mit der (kaiserlichen) Reichspost nichts zu tun hatte, sondern das (königliche - "eigene") habsburgische Landespostwesen in Tirol und Vorderösterreich betreute.