Object - Datensatz
 
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Identifikator
111020962
Inventarnummer
PVB-07-0022
Datensatzart
OBJECT
Standort
B13,b05
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Titel
K.K. Levante-Postämter um 1900
Ebene
SUB-FONDS
Beschreibung
Sammlung von zwischen 1898 bis 1912 verfertigten Fotografien bzw. 1940-1959 verfertigten Foto-Reproduktionen, außerdem diverse Philatelica. Karten zur Levante-Post sind unter der Signatur K vermerkt, Gemälde unter BI-01. Der Teilbestand umfasst zwei Konvolute: zum einen die Lichtbilder in genormten Passepartouts, die um 1913/14 zusammen mit einer eigenen Schatulle für das K.K. Postmuseum Auftrag gegeben wurden. Das zweite Konvolut umfasst jene Lichtbilder, die vom Postmuseum nicht ausgewählt wurden bzw. Motive-Dubletten in ihren originalen Passepartouts. 1913 gab es rund 30 österreichische k.k. Postämter in der Levante. "Levante" war ein geografischer Sammelbegriff für alle Länder östlich von Italien, also die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln in der Ägäis, die mediterranen Küstengebiete der Türkei, Zypern, den Libanon, Palästina, das historische Syrien und Ägypten. Bis zu den Balkankriegen 1911/13 gehörten weite Teile der Levante zum osmanischen Reich. Die österreichische Levantepost, die sich von Konstantinopel aus ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in den Hafenstädten institutionell verfestigte, war die älteste ausländische Posteinrichtung in der Levante und am Schwarzen Meer, denn abgesehen vom Kurierdienst des Sultans gab es bis 1860 keinen osmanischen Postdienst. Ab 1857 wurde der Österreichische Lloyd in der Levante mittels Postverträgen zum subventionierten Organ der k.k. Postverwaltung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts, während das Osmanische Reich an Macht und Einfluss verlor, fassten auch Postanstalten anderer westlicher Großmächte in den Levantegebieten Fuß, eingerichtet von Frankreich, Rußland, England, Deutschland und Italien. Ab den 1880er Jahren wurde der Unwillen der Hohen Pforte immer deutlicher, Neugründungen fremder Postanstalten auf ihrem Territorium zuzulassen. Schon vor den Balkankriegen zeichnete sich ab, daß für die k.k. österreichischen Postämter in der Levante die Zeit ablief; im April 1909 verständigte sich Wien mit der Hohen Pforte auf die Schließung von fünf seiner Postämter, darunter Adrianopel. Auf einer Wandkarte zu den Levante-Postämtern vom November 1913 (vgl. K-0159) wird unterschieden zwischen Orten, "wo noch k.k. Postämter bestehen" und solchen, "wo die Ämter aufgelassen sind." Das endgültige Aus infolge des Kriegsausbruchs 1914 kam allerdings schneller als erwartet, gab es doch noch im Frühling 1914 Pläne zur Modernisierung bestehender k.k. Postämter wie z.B. Jaffa und Anstalten, das Personal aufzustocken. Nach einer Frist von nur 2 Wochen für die Liquidierung wurden am Abend des 30. September 1914 die Amtsschilder und Briefkästen der österreichischen Postämter abmontiert und alle Postsendungen den osmanischen Behörden ausgefolgt; alles noch brauchbare Inventar wurde in den folgenden Monaten versteigert.
Akteur
Feinerschlossene Gruppen
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/111020962
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TURTLE