Object - 18 Datensätze
 
Medien
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Identifikator
597954
Inventarnummer
99948
Datensatzart
OBJECT
Standort
K10021
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Sammlungsgruppe
Titel
Hyundai ix35 FCEV
Beschreibung
Der Hyundai IX35 FCEV gilt als das erste Wasserstoff-Fahrzeug in Serien-Produktion in Österreich. Ein asynchroner Drehstrom Elektromotor treibt die Fronträder an und hat ein maximales Drehmoment von 300 Nm und eine maximale Leistung von 100 kW (136 PS). Die zwei Wasserstofftanks fassen insgesamt 144 Liter, das entspricht einer Gesamtkapazität von 5,64 kg Wasserstoff bei 700 bar. Sie sind in der Mitte des Fahrzeugs untergebracht. Eine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Leistung von 24kW dient als "Pufferbatterie" für beim Bremsen zurückgewonnene Energie. Laut Herstellerangaben liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 160 km/h und die Reichweite bei 594 km. Der Verbrauch wird mit 0,95 kg Wasserstoff auf 100 km angegeben. Der ÖAMTC führte ein baugleiches Fahrzeug als erstes Brennstoffzellenauto in seiner Flotte ein und veröffentlichte über die gesammelten Erfahrungen zwischen 2015 und 2020 einen anonymisierten Gesamtbericht, "Der generelle Eindruck des Hyundai iX35 FCEV ist, dass es ein taugliches Alltagsfahrzeug ist. Die größten Probleme hatten wir anfangs nicht mit dem Fahrzeug, sondern mit den Wasserstoff- Tankstellen. Mit der Zeit wurden diese Probleme aber immer weniger. Bei dem Fahrzeug merkt man, dass es einer Kleinserie entstammt und die Technik noch nicht ganz ausgereift ist. Die Dauer der Werkstätten Aufenthalte waren aus diesem Grund immer länger als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Das Fahrgefühl des Hyundai iX35 FCEV ist sehr angenehm und vergleichbar mit einem herkömmlichen batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeug. Der große Vorteil des Brennstoffzellenfahrzeuges im Vergleich zu Elektrofahrzeugen liegt in der kürzeren Dauer für eine Tankfüllung, die vergleichbar mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist. Die Reichweite erscheint für den Alltag vollkommen ausreichend. Der große Nachteil liegt derzeit jedoch am Umstand, dass es noch sehr wenige Wasserstofftankstellen (fünf in ganz Österreich) gibt und daher die Flexibilität und Autonomie in der Wahl der Routen sehr eingeschränkt ist. ( https: //www.oeamtc.at/thema/tests/test-hyundai-ix35-fcev-40132118 vom 19.10.2021).
Maße
Länge: 441.0cm
Breite: 222.0cm
Höhe: 200.0cm
Masse: 1846.0kg
Feinerschlossene Gruppen
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/597954
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TURTLE
Medien
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Identifikator
595492
Inventarnummer
95618
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,4.24
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Sammlungsgruppe
Titel
Renault ZOE
Beschreibung
Der Klimaschutz gilt als eine große technische, aber auch energie- und umweltpolitische Herausforderung im Verkehr. In der für das beginnende 21. Jahrhundert postulierten Verkehrswende sollen fossile Brennstoffe zugunsten von nachhaltigeren Energieträgern ersetzt werden. Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energie kann hierbei eine Lösung sein. Elektrofahrzeuge waren jedoch häufig teurer in der Anschaffung als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Der Renault ZOE war nach seiner Markteinführung 2013 das meistverkaufte Elektrofahrzeug in Österreich. Der Anteil der vollelektrischen Fahrzeuge an PKW-Neuzulassungen in Österreich verdoppelte sich von 2013 auf 2014 insgesamt von 0,2 % auf 0,4% (Quelle: Statistik Austria, Jan. 2015). Der Renault ZOE hat die gleiche Fahrzeugplattform wie der Renault Clio und verfügt über einen fremderregten Synchronmotor mit einer Dauerleistung von 43 kW (59 PS) und einer kurzfristigen Spitzenleistung von 65 kW (88 PS). Das maximale Drehmoment beträgt 220 Nm von 250 bis 2.500 U/min. Das Batteriesystem ist zwischen den Radachsen unterflur angebracht. Bei diesem Fahrzeug fehlen sie. Das für das Fahrzeug vorgesehene Batterie-System besteht aus Lithium-Ionen-Batterien mit einer Speicherkapazität von 22 kWh bei einer Gesamtspannung von 400 V. Diese Batterien werden beim Kauf des Renault ZOE nicht mitgekauft, sondern vielmehr gemietet. Dies galt als Vorteil, da die Batteriesysteme nicht nur sehr teuer in der Anschaffung waren, sondern im Gebrauch auch deutlich an Speicherkapazität verloren. Die monatliche Miete war abhängig von der Vertragsdauer (1 bis 3 Jahre) und der jährlichen Fahrleistung (12.500 km bis 30.000km) und variierte 2013 zwischen 79 EUR (36 Monate, 12.500 km) und 162 EUR (12 Monate, 30.000km). In der Presse diskutiert wurden die Konditionen dieses Mietvertrags, die das Sperren des Aufladens, also gewissermaßen die Stilllegung des Fahrzeugs, bei Zahlungsverzug vorsahen. Die Reichweite wird vom Hersteller mit 210 km (NEDC) angegeben. Diese genormte Angabe - entsprechend dem New European Driving Cycle (NEDC) - übersetzt sich in eine Reichweite von ca. 130 km im tagtäglichen Gebrauch.
Akteur
Maße
Länge: 4082.0mm
Breite: 1730.0mm
Höhe: 1568.0mm
Masse: 1468.0kg
Masse: 290.0kg
Leistung (Physik): 43.0kW
Leistung (Physik): 65.0kW
Feinerschlossene Gruppen
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/595492
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TURTLE
Medien
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Identifikator
138774
Inventarnummer
1426
Datensatzart
OBJECT
Standort
K7353
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Sammlungsgruppe
Titel
Mercédès Électrique System Lohner-Porsche
Beschreibung
Emil Jellinek-Mercedes entwickelte 1906 die Idee, neben den bereits bekannten benzingetriebenen Automobilen der Marke Mercedes auch Elektromobile zu produzieren. Er initiierte die Gründung der Mercédès Électrique Aktiengesellschaft in Paris, die Elektrofahrzeuge nach dem System Lohner-Porsche in Österreich herstellen ließ. Dies sei "entschieden das beste System für Elektromobile" erklärte die Allgemeine Automobil-Zeitung 1906 nicht ohne patriotischem Stolz. ("Zwei neue Automobil-Fabriken in Österreich", AAZ 7,14 (1906), S. 6-7, S. 6). Durch den direkten Antrieb der Räder mit elektrischen Radnabenmotoren ersparte man sich Reibungsverluste durch Zwischenschaltungen und Transmissionen und erzielte einen besseren Wirkungsgrad. Für diese Entwicklung hatten Lohner-Porsche 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Gold-Medaille erzielt (vgl. Inv. Nr. 1428). Der maschinelle Teil des Mercédès Électrique wurde von der Daimler Motorengesellschaft in Wiener Neustadt hergestellt, die Karosserie von Jakob Lohner in Wien. Anders als bei den Lohner-Porsche Fahrzeugen, die die Innenpolmotoren überwiegend in den Vorderrädern hatten, wurde der Mercédès Électrique über zwei Radnabenmotoren in den beiden Hinterrädern angetrieben. Dies hatte den Vorteil, dass weniger Muskelkraft für das Drehen des Lenkrads eingesetzt werden muss, da die zusätzlichen Gewichte von Motoren in den Vorderrädern bei der Achsschenkelenkung deutlich zu spüren sind. In Anspielung auf die leicht veränderte Form des Gehäuses der Radnabenmotoren berichtete die Allgemeine Automobilzeitung vom Mercedes-Stand auf der Wiener Frühjahrsmesse 1907, der "'Knödl' ist hier schon zur 'Torte' geworden." ("Die Wiener Automobil-Ausstellung", AAZ 8,10 (1907), S. 2-S.32, S. 22). Dieser Mercédès Électrique mit dem Behördlichen Kennzeichen A II 793 wurde dem Museum 1927 als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Das Fahrgestell hat die Nummer 54001. Der damalige Kilometerstand lautet 6170,0km. Das Fahrzeug wurde vermutlich in Wien als Stadtwagen eingesetzt. Der Fahrzeugrahmen aus gepresstem Stahlblech ist gekröpft, so dass ein tiefer, bequemer Einstieg möglich ist. Der Wagen verfügt über eine Wechselkarosserie Mylord/Coupé für den Sommer- und den Winter-Gebrauch. Montiert ist die Winterkarosserie, das für die Passagiere geschlossene Coupé. Die Sommerkarosserie Mylord wurde dem Museum ebenfalls leihweise zur Verfügung gestellt (Inv.Nr. 1426/1). Die ursprüngliche Innentapezierung der Winterkarosserie musste wegen Mottenbefall 1974 restauriert werden. Mit einem elektrischen Licht oberhalb des ovalen Rückfensters kann der Innenraum zusätzlich beleuchtet werden. Auch die beiden Laternen am Fahrzeug rechts und links sind elektrisch betrieben. Zum Zeitpunkt der Leihe fehlten bereits die Originalreifen, die Pneumatics, und die Akkumulatoren. Der Akkumulatorenkasten im Heck ist daher leer, die jetztigen Reifen sind eine Nachrüstung von 1999. Ursprünglich verfügte das Fahrzeug über insgesamt 44 Zellen Bleiakkumulatoren in zwei Reihen geschaltet mit 80 Volt Spannung. Die Reichweite des Mercédès Électrique mit einer Batterieladung wurde in der Allgemeinen Automobil-Zeitung mit 60 bis 80 km angegeben, die Gesamtleistung der Batterien mit 15.000 bis 20.000 km. Der Stromverbrauch betrug 60 bis 80 Wattstunden pro Tonnenkilometer. ("Mercedes, Mixte und Electrique", AAZ 8,9 (1907), S. 19-23, S. 23). Eingeschaltet wird das Elektrofahrzeug durch einen kleinen Schalter am Lenkrad. Die Einstellung der Geschwindigkeit erfolgt über den Hebel zur rechten Seite des Fahrers. Zum Einlegen eines Ganges muss der am Handhebel befindliche Nebengriff, der mit einer Feder ausgestattet ist, angezogen werden. Dadurch wird der sogenannte Kontroller, die elektrische Schaltanlage, die sich unterhalb des Fußbretts des Fahrers befindet, vom Strom genommen. Die Geschwindigkeit wird mit dem Handhebel eingestellt und dann der Nebengriff wieder losgelassen, so dass der Strom wieder fließen kann. Ein besonderer Umschalthebel ermöglicht es, die Stromrichtung zu verändern, wodurch man dann rückwärts fahren kann. Der Wagen verfügt über drei verschiedene Bremsen: eine elektrische Kurzschlussbremse, sowie zwei mechanische Bremsen: eine Bandbremse, die über das Fußpedal betätigt wird sowie Sperrklinken gegen das Rückwärtsrollen. Letztere waren insbesondere für Bergauffahrten notwendig. Eine Hupe führt seitlich rechts oberhalb des vorderen Sitzes in die Kabine hinein und kann mit einem Blasebalg auf der rechten Seite in der Kabine betätigt werden.
Maße
Länge: 330.0cm
Breite: 173.0cm
Höhe: 204.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/138774
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TURTLE
Medien
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Identifikator
138776
Inventarnummer
1428
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,4.24
14977.66419529.31461533.15true
Sammlungsgruppe
Titel
Elektrischer Phaeton, Modell Nr. 27, System Lohner-Porsche
Beschreibung
Dieses elektrische Automobil wird mit zwei Radnabenmotoren angetrieben, die in den Vorderrädern des Fahrzeugs angebracht sind. Auf diese Weise sparten die Konstrukteure mechanische Kraftverluste durch Übersetzungen und Getriebe ein und konnten den Wirkungsgrad des elektrischen Motors erhöhen. In der Literatur wird dieser Wirkungsgrad mit bis zu 85% angegeben (Wilhelm Lohner, Lohner-Automobile, Graz 1989 S. 53). Der Nachteil war, dass die Vorderräder durch das Gewicht der Elektromotoren jeweils mindestens 100kg schwer wurden. Für diesen Lohner-Porsche Phaéton wurde ein Gesamtgewicht ohne Nutzlast von 980 kg angegeben. Dabei wogen die beiden Elektromotoren 230 kg und der Akkumulator 410 kg, so dass der elektrische Antrieb insgesamt 640 kg schwer war, die Kutsche 340 kg ("Das Elektromobil Lohner-Porsche", Allgemeine Automobil-Zeitung, 25.Februar 1900, S.5). Gelenkt wurde der Wagen mit Hilfe einer Achsschenkellenkung auf die Vorderräder. Die Reifen an diesem Lohner-Porsche Phaéton sind Attrapen aus Holz, die dem damaligen Luftreifen, die nicht erhalten sind, optisch nachempfunden sind. Die zwei Innenpolmotoren vom sogenannten Type I verfügten laut Lohner Verkaufsprospekt über 3-8 HP. Ihre Leistung wird heute mit je 2,5 PS (1,8 kW) bei 120 Umdrehungen pro Minute angegeben. Als Kraftquelle dienten 44zellige Bleiakkumulatoren mit 60 bis 80 Volt Klemmenspannung und einer Kapazität von 170 bis 300 Ampèrestunden. Der Aktionsradius bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h in der Ebene wurde mit 50 km angegeben (Lohner-Verkaufsprospekt). Als Fahrtdauer findet sich bisweilen auch der Eintrag von ca. 3 Stunden. Über den Kontroller-Hebel konnten laut Lohner-Verkaufsprospekt Geschwindigkeitsstufen von 5,13,22 und 32 Kilometer pro Stunde eingestellt werden. Es gab drei verschiedene Möglichkeiten, das Fahrzeug zu bremsen: Zum einen mit Hilfe der elektrischen Reversierbremse mit dem Umschalt bzw. Reversierhebel, der rechts neben dem Fahrersitz liegt, zum anderen durch die elektrische Kurzschlussbremse über den Kontroller-Hebel. Schließlich gab es auch noch eine mechanische Bandbremse auf die Hinterräder, die mit Fußpedale bedient wurde. Die Hersteller empfahlen, bei langen Gefällen abwechselnd mechanische Bandbremse und elektrische Kurzschlussbremse zu nutzen, um eine schädliche Erwärmung zu verhindern. Beim Bergauffahren sollten zusätzliche Sperrklinken in den Bremsscheiben der Hinterräder das Zurückrollen verhindern. Über das Fahrerlebnis berichtet ein Artikel in der Allgemeine Automobil Zeitschrift: " In den vollkommen geräuschlosen, weich gefederten und behaglich gepolsterten Lohner-Porsche- Automobilen glaubt man eher auf einem Schiff als auf einem Wagen zu sein. Es ist nämlich das Gefühl einer sanft gleitenden und nicht das einer rollenden Bewegung, das man im Fond empfindet." Das "System Lohner-Porsche" war das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Ludwig Lohner und dessen Jacob Lohner & Co. K.u.K. Hof-Wagen- und Automobil-Fabrik einerseits sowie Ferdinand Porsche andererseits, der zuvor als Angestellter der Vereinigte Electricitäts-AG von Béla Egger bei den elektrischen Fahrzeugen "System Egger-Lohner" mitgearbeitet hatte. Der Lohner-Porsche wird in der Literatur auch als "erster transmissionsloser Wagen der Welt" bezeichnet (Hans Seper, Martin Pfundner, Hans-Peter Lenz, Österreichische Automobilgeschichte, Wien 1999, S. 76). Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde ein Lohner-Porsche Phaéton mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
Maße
Länge: 250.0cm
Breite: 150.0cm
Höhe: 220.0cm
Masse: 980.0kg
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/138776
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TURTLE
Medien
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Identifikator
138785
Inventarnummer
1437
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,5.24
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Sammlungsgruppe
Titel
Mylord / Coupé System Egger-Lohner
Beschreibung
Mit diesem Egger-Lohner mit Wechselkarosserie „Mylord/Coupé“ (Lohner Modell-Kennzeichen „C14/15“) gewannen die Wiener Automobil-Hersteller 1899 bei der 1. Internationalen Motorwagen-Ausstellung in Berlin die Gold-Medaille und den ersten Ehrenpreis beim gleichzeitig stattfindenden „Internationalen Wettbewerb der elektrischen Automobile“. In mehreren Darstellungen zur Geschichte der Lohner Automobile heißt es, dass Ferdinand Porsche, der damals für die Vereinigte Electricitäts-AG von Béla Egger arbeitete, das Fahrzeug im Wettbewerb lenkte und betreute. Die Wechselkarosserie hatte Lohner mit dem Hintergedanken anfertigen lassen, damit ein Fahrzeug für den Sommer- (Mylord) und Schlechtwetterbetrieb (Coupé 3/4) anbieten zu können. Automobile waren damals vornehmlich ein sommerliches Vergnügen. Die beiden Karosserien zum Fahrzeugs sind am Objekt leider nicht mehr erhalten. Der Rahmen des Fahrwerks ist aus U-Eisen gebildet und gerundet. Die Akkumulatoren Batterie ist zwischen den Achsen an pendelnden Stangen federnd am eisernen Rahmen aufgehängt. Ursprünglich war der Egger-Lohner mit Pneumatikreifen ausgestattet. Auch diese sind nicht mehr erhalten. Die Holzspeichenräder sind daher mit Attrapen versehen, die dem Aussehen der damaligen Luftreifen nachempfunden sind. Für das Fahrzeug wurde ein Eigengewicht von 1450kg mit allen Aufbauten angegeben. Angetrieben wurde das Elektroauto „Mylord/ Coupé System Egger-Lohner“ mit einem vierpoligem Hauptstrommotor „System Egger“ mit 3 PS (2,21 kW) bei einer Drehzahl von 350 Umdrehungen pro Minute. Der Motor ist mit zwei Kollektoren ausgestattet, so dass die Anker parallel und hintereinandergeschaltet werden können. Dieser Elektromotor ist mit zwei pendelnden Zugstangen mit Spiralfedern am eisernen Rahmen des Wagens eingehängt und treibt die Hinterräder des Fahrzeugs durch eine einstufige Übersetzung im Verhältnis 1:6,5 an. Die auf der Motorwelle sitzenden kleinen Triebräder greifen in innnen verzahnte Radkränze, die unmittelbar auf den Radnaben angebracht sind. Diese kleinen Räder sind aus Phosphorbronze, die großen aus Stahlguss. Den Strom bezog das Fahrzeug aus einem Akkumulator mit 44 Zellen, von denen nicht mehr alle vorhanden sind. In der Anmeldung des "electrischen Wagen System Egger-Lohner" bei der K.K. Statthalterei für Oesterreich unter der Enns von 1900 benennt die Jacob Lohner u. Co. drei verschiedene Akkumulatoren-Systeme für ihre Fahrzeuge: "Tudor" der Accumulatoren Fabriks Actien Ges. Wien, "Titan" der Firma Heimel, sowie das System der Firma Wüste & Rupprecht Wien-Baden. Je nach Schaltung hatte die Batterie 40 bzw. 80 V Spannung. Die zur Verfügung stehende Ladung der Akkumulatoren wird mit 170 Amperestunden angegeben. Die Ladezeit beträgt vier Stunden. Mit dem seitlichen Fahrschalter für den Controler vorne am Lenkersitz lassen sich die Geschwindigkeiten, Null- und Bremsstellungen sowie die Rückwärtsgänge einstellen. Voltmeter und Amperemeter sind als Kontrollinstrumente am Armaturenbrett vorhanden. In der Anmeldung bei der Statthalterei gab die Jacob Lohner & Co. an, der Controller sei unter dem Polster des Lenksitzes verborgen. Polster sind beim Fahrzeug jedoch keine mehr vorhanden, und der Controller wirkt insgesamt zu groß, um unter einer Polsterung zu verschwinden. Die jetzige Position des Controller-Kastens erscheint vergleichsweise wenig abgestimmt mit der restlichen Konstruktion des Fahrzeugs. Insgesamt gab es zwölf Schaltmöglichkeiten am „Controller“: zwei Rückwärtsgänge, sechs Vorwärtsgänge und vier Bremsstufen. Gebremst werden konnte einerseits mit der elektrischen Reversirbremsung, mit der die Drehrichtung des Motors und damit auch die der Antriebsräder verkehrt wurden. Andererseits gab es eine elektrische „Schnellbreme“ (Kurzschlussbremsung) mit dem Kontrollhebel und einen Fußhebel für die mechanische Bandbremse auf die Hinterräder. Ein Artikel in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure äußerte Bedenken, ob diese Mannigfaltigkeit der Schaltungen durch die Unterteilung der Akkumulatorenbatterie in zwei Gruppen und die verschiedenartige Schaltung der Anker sinnvoll sei: "Ob die feine Abstufung der Fahrgeschwindigkeit und der Bremsung einem Bedürfnis entspricht, wird allerdings durch den Vergleich mit anderen bewährten Konstruktionen zweifelhaft." (Band 44, 2 vom 13. Januar 1900, S. 50) Die Reichweite des Egger-Lohner Mylord/Coupé mit einer Batterieladung wurde von Lohner mit 80 km angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 35 km/h.Tatsächlich erreichte der Egger-Lohner Mylord/Coupé in Berlin eine Höchstgeschwindigkeit von 25,8 km/h. Damit war das Fahrzeug allen anderen Teilnehmern am Wettbewerb deutlich überlegen.
Maße
Breite: 158.0cm
Länge: 320.0cm
Höhe: 184.0cm
Feinerschlossene Gruppen
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/138785
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TURTLE
Medien
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Identifikator
110228580
Inventarnummer
BI-0813
Datensatzart
OBJECT
Standort
C08,b03
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Titel
Dr. Friedrich Ritter Wagner von Jauregg, Generaldirektor für Post- und Telegraphenangelegenheiten
Ebene
ITEM
Beschreibung
Lichtdruck (Kupferdruck). - Porträt von Sektionschef Dr. Friedrich Ritter Wagner von Jauregg, zwischen Februar 1906 und April 1918 Generaldirektor für Post- und Telegraphenangelegenheiten. Brustbild in dunklem Gehrock mit sehr breiten Aufschlägen, Weste , Kravatte unter weissem Stehkragen. Kneifer. Keine Distinktionszeichen. Von 18.2.1906 bis 17. April 1918 Generaldirektor für Post- und Telegraphenangelegenheiten.
Objektbezeichnung
Maße
Höhe: 50.7cm
Breite: 39.8cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/110228580
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TURTLE
Medien
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Identifikator
110292984
Inventarnummer
BPA-010916-17
Datensatzart
OBJECT
Standort
B20,b04
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Titel
Lohner-Porsche Elektromobil
Ebene
ITEM
Beschreibung
Fotografie des Lohner-Porsche-Wagens (Elektromobil) aus dem Jahre 1900 bzw. 1902, Fotografie, schwarz-weiß, undatiert (ca. 1935?).
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 180.0mm
Höhe: 240.0mm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/110292984
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TURTLE
Medien
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Identifikator
110292986
Inventarnummer
BPA-010916-18
Datensatzart
OBJECT
Standort
B20,b04
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Titel
Benzin-Elektrowagen, Bauart Porsche und Österr. Daimlerwerke
Ebene
ITEM
Beschreibung
Fotografie des Benzin-Elektrowagens, Bauart Porsche und Österreichische Daimlerwerke, aus dem Jahr 1905, Fotografie, schwarz-weiß, undatiert.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 240.0mm
Höhe: 180.0mm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/110292986
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TURTLE
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Identifikator
111019239
Inventarnummer
FI-08-02
Datensatzart
OBJECT
Standort
E02
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Titel
Lohner-Fahrzeuge: Technische Zeichnungen
Ebene
SUB-FONDS
Umfang
1200 Stück in 35 Mappen
Beschreibung
Technische Zeichungen von Personen- und Nutzfahrzeugen, die in den Lohner-Werken mit den Chassis verschiedener Fahrzeugfirmen seit 1900 entworfen bzw. produziert wurden.
Objektbezeichnung
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/111019239
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TURTLE
Medien
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Identifikator
111011085
Inventarnummer
BI-0569
Datensatzart
OBJECT
Standort
C09,b06
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Titel
Friedrich Ritter Wagner von Jauregg, Generaldirektor für Post- und Telegrafenangelegenheiten
Ebene
ITEM
Beschreibung
Druck (Foto). Studioporträt in ovalem Rahmen. Brustbild in schwarzem Sakko, heller Krawatte mit Krawattennadel unter weißem Stehkragen mit umgeknickten Ecken. Generaldirektor für Post- und Telegrafenangelegenheiten von 18. Februar 1906 bis 17. April 1918.
Objektbezeichnung
Maße
Höhe: 40.1cm
Breite: 29.8cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/111011085
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TURTLE