Object - 9 Datensätze
 
Medien
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Identifikator
231982
Inventarnummer
56097
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,3.13
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Sammlungsgruppe
Titel
Rohrpostbüchse Nr. 36
Beschreibung
Zur Entlastung des Staatstelegrafen soll im Stadtgebiet von Wien, nach dem Vorbild von Berlin, London oder Paris, eine pneumatisch betriebene Rohrpost gebaut werden. Die Zustellung von Telegrammen soll in unterirdisch verlegten Rohren erfolgen. Einer Rohrpostanlage werden mehrere Vorteile zugeschrieben. Noch bevor ein herkömmliches Telegramm abgesendet, aufgenommen, kuvertiert und zugestellt sei, habe die Rohrpost, der „pneumatische Telegraph“, schon Dutzende Telegramme befördert. Zudem könnten Briefe im handschriftlichen Original übermittelt werden, was jeden Zweifel über deren Echtheit ausschließe. Rohrpostbriefe würden zudem verschlossen transportiert, wodurch das Briefgeheimnis gewahrt bliebe. Auch könnten Geld, Anweisungen und Kurszettel beigefügt werden. Es existiere überdies keine Grenze für die Wortzahl und jegliche Textverstümmelung, wie sie beim Telegrammstil immer wieder vorkomme, entfiele. Die Wiener Rohrpostanlage soll mit vorerst zehn Stationen an verschiedenen Plätzen des Stadtgebietes die Beförderung von rund sechs Millionen Nachrichten jährlich erledigen. In technischer Hinsicht fällt die Entscheidung für ein System, wie es in Paris bereits realisiert worden ist. Gebaut wird die im Februar 1875 fertiggestellte Rohrpostanlage von den Unternehmen Felbinger (Wien) und Crespin (Paris). Die Zentrale befindet sich im neuen Telegrafengebäude am Börseplatz, die Stationen sind soweit möglich in bestehenden Postämtern angesiedelt. Mit Ausnahme der Station in der Börse, die nur während der Zeit des Börsenhandels arbeitet, haben die Stationen von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends für das Publikum geöffnet. Außerdem stehen an geeigneten Plätzen der inneren Stadt rote Sammelkästen, in die das Publikum Mitteilungen einwerfen kann, die befördert werden sollen. Die Kästen werden von Bediensteten tagsüber halbstündlich geleert und die Mitteilungen an die nächstliegende Station zur Weiterleitung und Zustellung gebracht. Befördert werden in erster Linie Telegramme, zur besseren Auslastung aber auch handschriftlich verfasste Briefe. Letztere können auf vorgedruckte Formulare oder auf dünnes Papier geschrieben und in zugehörigen Kuverts aufgegeben werden. Die Beförderungsgebühr beträgt, unabhängig von der Anzahl der Worte, 20 Kreuzer und ist durch Frankierung der Briefe bzw. Kuverts zu entrichten. Bei der Beförderung werden jeweils 20 bis 25 Briefe oder Telegramme in einen geschlossenen Metallbehälter gesteckt und per Luftdruck durch die Leitung transportiert. An den einzelnen Stationen werden Mitteilungen, deren Zieladressen erreicht sind, entnommen und durch Telegrammausträger zugestellt – wenn auch nur in solchen Rayons, in denen sich Rohrpoststationen befinden. Das entspricht dem Gebiet innerhalb des „Linienwalls“, umfasst also nicht die Vorstädte. Dies hält die Zustellungsdauer in Grenzen. Diese Rohrpostbüchse besteht aus Aluminium und ist mit einer Lederhülse eingefasst.
Objektbezeichnung
Akteur
Maße
Durchmesser: 6.0cm
Höhe: 14.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/231982
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TURTLE
Medien
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Identifikator
231984
Inventarnummer
56098
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,3.13
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Sammlungsgruppe
Titel
Rohrpostpiston Nr. 36
Beschreibung
Zur Entlastung des Staatstelegrafen soll im Stadtgebiet von Wien, nach dem Vorbild von Berlin, London oder Paris, eine pneumatisch betriebene Rohrpost gebaut werden. Die Zustellung von Telegrammen soll in unterirdisch verlegten Rohren erfolgen. Einer Rohrpostanlage werden mehrere Vorteile zugeschrieben. Noch bevor ein herkömmliches Telegramm abgesendet, aufgenommen, kuvertiert und zugestellt sei, habe die Rohrpost, der „pneumatische Telegraph“, schon Dutzende Telegramme befördert. Zudem könnten Briefe im handschriftlichen Original übermittelt werden, was jeden Zweifel über deren Echtheit ausschließe. Rohrpostbriefe würden zudem verschlossen transportiert, wodurch das Briefgeheimnis gewahrt bliebe. Auch könnten Geld, Anweisungen und Kurszettel beigefügt werden. Es existiere überdies keine Grenze für die Wortzahl und jegliche Textverstümmelung, wie sie beim Telegrammstil immer wieder vorkomme, entfiele. Die Wiener Rohrpostanlage soll mit vorerst zehn Stationen an verschiedenen Plätzen des Stadtgebietes die Beförderung von rund sechs Millionen Nachrichten jährlich erledigen. In technischer Hinsicht fällt die Entscheidung für ein System, wie es in Paris bereits realisiert worden ist. Gebaut wird die im Februar 1875 fertiggestellte Rohrpostanlage von den Unternehmen Felbinger (Wien) und Crespin (Paris). Die Zentrale befindet sich im neuen Telegrafengebäude am Börseplatz, die Stationen sind soweit möglich in bestehenden Postämtern angesiedelt. Mit Ausnahme der Station in der Börse, die nur während der Zeit des Börsenhandels arbeitet, haben die Stationen von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends für das Publikum geöffnet. Außerdem stehen an geeigneten Plätzen der inneren Stadt rote Sammelkästen, in die das Publikum Mitteilungen einwerfen kann, die befördert werden sollen. Die Kästen werden von Bediensteten tagsüber halbstündlich geleert und die Mitteilungen an die nächstliegende Station zur Weiterleitung und Zustellung gebracht. Befördert werden in erster Linie Telegramme, zur besseren Auslastung aber auch handschriftlich verfasste Briefe. Letztere können auf vorgedruckte Formulare oder auf dünnes Papier geschrieben und in zugehörigen Kuverts aufgegeben werden. Die Beförderungsgebühr beträgt, unabhängig von der Anzahl der Worte, 20 Kreuzer und ist durch Frankierung der Briefe bzw. Kuverts zu entrichten. Bei der Beförderung werden jeweils 20 bis 25 Briefe oder Telegramme in einen geschlossenen Metallbehälter gesteckt und per Luftdruck durch die Leitung transportiert. An den einzelnen Stationen werden Mitteilungen, deren Zieladressen erreicht sind, entnommen und durch Telegrammausträger zugestellt – wenn auch nur in solchen Rayons, in denen sich Rohrpoststationen befinden. Das entspricht dem Gebiet innerhalb des „Linienwalls“, umfasst also nicht die Vorstädte. Dies hält die Zustellungsdauer in Grenzen. Dieser Aluminiumpiston mit Lederhülse und Antriebsmanschette, dient als Treiber für den Abschluß eines sogenannten Zuges, der aus mehreren Büchsen zusammengesetzt ist.
Objektbezeichnung
Akteur
Maße
Durchmesser: 8.0cm
Länge: 14.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/231984
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TURTLE
Medien
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Identifikator
231990
Inventarnummer
56100
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,3.13
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Sammlungsgruppe
Titel
Rohrpostpiston DeTeWe
Beschreibung
Zur Entlastung des Staatstelegrafen soll im Stadtgebiet von Wien, nach dem Vorbild von Berlin, London oder Paris, eine pneumatisch betriebene Rohrpost gebaut werden. Die Zustellung von Telegrammen soll in unterirdisch verlegten Rohren erfolgen. Einer Rohrpostanlage werden mehrere Vorteile zugeschrieben. Noch bevor ein herkömmliches Telegramm abgesendet, aufgenommen, kuvertiert und zugestellt sei, habe die Rohrpost, der „pneumatische Telegraph“, schon Dutzende Telegramme befördert. Zudem könnten Briefe im handschriftlichen Original übermittelt werden, was jeden Zweifel über deren Echtheit ausschließe. Rohrpostbriefe würden zudem verschlossen transportiert, wodurch das Briefgeheimnis gewahrt bliebe. Auch könnten Geld, Anweisungen und Kurszettel beigefügt werden. Es existiere überdies keine Grenze für die Wortzahl und jegliche Textverstümmelung, wie sie beim Telegrammstil immer wieder vorkomme, entfiele. Die Wiener Rohrpostanlage soll mit vorerst zehn Stationen an verschiedenen Plätzen des Stadtgebietes die Beförderung von rund sechs Millionen Nachrichten jährlich erledigen. In technischer Hinsicht fällt die Entscheidung für ein System, wie es in Paris bereits realisiert worden ist. Gebaut wird die im Februar 1875 fertiggestellte Rohrpostanlage von den Unternehmen Felbinger (Wien) und Crespin (Paris). Die Zentrale befindet sich im neuen Telegrafengebäude am Börseplatz, die Stationen sind soweit möglich in bestehenden Postämtern angesiedelt. Mit Ausnahme der Station in der Börse, die nur während der Zeit des Börsenhandels arbeitet, haben die Stationen von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends für das Publikum geöffnet. Außerdem stehen an geeigneten Plätzen der inneren Stadt rote Sammelkästen, in die das Publikum Mitteilungen einwerfen kann, die befördert werden sollen. Die Kästen werden von Bediensteten tagsüber halbstündlich geleert und die Mitteilungen an die nächstliegende Station zur Weiterleitung und Zustellung gebracht. Befördert werden in erster Linie Telegramme, zur besseren Auslastung aber auch handschriftlich verfasste Briefe. Letztere können auf vorgedruckte Formulare oder auf dünnes Papier geschrieben und in zugehörigen Kuverts aufgegeben werden. Die Beförderungsgebühr beträgt, unabhängig von der Anzahl der Worte, 20 Kreuzer und ist durch Frankierung der Briefe bzw. Kuverts zu entrichten. Bei der Beförderung werden jeweils 20 bis 25 Briefe oder Telegramme in einen geschlossenen Metallbehälter gesteckt und per Luftdruck durch die Leitung transportiert. An den einzelnen Stationen werden Mitteilungen, deren Zieladressen erreicht sind, entnommen und durch Telegrammausträger zugestellt – wenn auch nur in solchen Rayons, in denen sich Rohrpoststationen befinden. Das entspricht dem Gebiet innerhalb des „Linienwalls“, umfasst also nicht die Vorstädte. Dies hält die Zustellungsdauer in Grenzen. Dieser Rohrpostpiston stammt von der Berliner Rohrpost und ist mit einer Ledermanschette ausgestattet.
Objektbezeichnung
Maße
Durchmesser: 7.5cm
Höhe: 36.5cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/231990
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TURTLE
Medien
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Identifikator
222207
Inventarnummer
54630
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,3.13
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Sammlungsgruppe
Titel
Rohrpostanlage Schultz & Goebel System Felbinger Nr. 1334
Mittelstation mit zwei Kammern (Doppelkammerapparat)
Beschreibung
Zur Entlastung des Staatstelegrafen soll im Stadtgebiet von Wien, nach dem Vorbild von Berlin, London oder Paris, eine pneumatisch betriebene Rohrpost gebaut werden. Die Zustellung von Telegrammen soll in unterirdisch verlegten Rohren erfolgen. Einer Rohrpostanlage werden mehrere Vorteile zugeschrieben. Noch bevor ein herkömmliches Telegramm abgesendet, aufgenommen, kuvertiert und zugestellt sei, habe die Rohrpost, der „pneumatische Telegraph“, schon Dutzende Telegramme befördert. Zudem könnten Briefe im handschriftlichen Original übermittelt werden, was jeden Zweifel über deren Echtheit ausschließe. Rohrpostbriefe würden zudem verschlossen transportiert, wodurch das Briefgeheimnis gewahrt bliebe. Auch könnten Geld, Anweisungen und Kurszettel beigefügt werden. Es existiere überdies keine Grenze für die Wortzahl und jegliche Textverstümmelung, wie sie beim Telegrammstil immer wieder vorkomme, entfiele. Die Wiener Rohrpostanlage soll mit vorerst zehn Stationen an verschiedenen Plätzen des Stadtgebietes die Beförderung von rund sechs Millionen Nachrichten jährlich erledigen. In technischer Hinsicht fällt die Entscheidung für ein System, wie es in Paris bereits realisiert worden ist. Gebaut wird die im Februar 1875 fertiggestellte Rohrpostanlage von den Unternehmen Felbinger (Wien) und Crespin (Paris). Die Zentrale befindet sich im neuen Telegrafengebäude am Börseplatz, die Stationen sind soweit möglich in bestehenden Postämtern angesiedelt. Mit Ausnahme der Station in der Börse, die nur während der Zeit des Börsenhandels arbeitet, haben die Stationen von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends für das Publikum geöffnet. Außerdem stehen an geeigneten Plätzen der inneren Stadt rote Sammelkästen, in die das Publikum Mitteilungen einwerfen kann, die befördert werden sollen. Die Kästen werden von Bediensteten tagsüber halbstündlich geleert und die Mitteilungen an die nächstliegende Station zur Weiterleitung und Zustellung gebracht. Befördert werden in erster Linie Telegramme, zur besseren Auslastung aber auch handschriftlich verfasste Briefe. Letztere können auf vorgedruckte Formulare oder auf dünnes Papier geschrieben und in zugehörigen Kuverts aufgegeben werden. Die Beförderungsgebühr beträgt, unabhängig von der Anzahl der Worte, 20 Kreuzer und ist durch Frankierung der Briefe bzw. Kuverts zu entrichten. Bei der Beförderung werden jeweils 20 bis 25 Briefe oder Telegramme in einen geschlossenen Metallbehälter gesteckt und per Luftdruck durch die Leitung transportiert. An den einzelnen Stationen werden Mitteilungen, deren Zieladressen erreicht sind, entnommen und durch Telegrammausträger zugestellt – wenn auch nur in solchen Rayons, in denen sich Rohrpoststationen befinden. Das entspricht dem Gebiet innerhalb des „Linienwalls“, umfasst also nicht die Vorstädte. Dies hält die Zustellungsdauer in Grenzen.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 256.5cm
Tiefe: 128.0cm
Höhe: 236.5cm
Masse: 1390.0kg
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/222207
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TURTLE
Medien
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Identifikator
185199
Inventarnummer
35157/1
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,1.19
40645.8918835.5843739.2612false
Sammlungsgruppe
Titel
Windlade eines Reproduktionsklavieres
Beschreibung
Inneres eines selbstspielenden Klaviers. Der Aufbau der Luftleitungen von der Notenrolle bis zur Klaviermechanik ist sichtbar.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 141.0cm
Tiefe: 15.5cm
Höhe: 47.0cm
Masse: 50.0kg
Verwandte Objekte
Feinerschlossene Gruppen
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/185199
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TURTLE
Medien
https://data.tmw.at/object/201349/turtlehttps://data.tmw.at/object/201349/xml
Identifikator
201349
Inventarnummer
50151/2
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,1.16
35775.78518814.545-13691.305false
Sammlungsgruppe
Titel
Funktionsmodell: Pneumatische Traktur
Maße
Breite: 92.0cm
Tiefe: 60.0cm
Höhe: 135.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/201349
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TURTLE
Medien
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Identifikator
178959
Inventarnummer
29100
Datensatzart
OBJECT
Standort
K5706
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Sammlungsgruppe
Titel
Spieltisch einer Pneumatischen Orgel
Beschreibung
Spieltisch einer pneumatischen Orgel mit 2 Manualen und Pedal. Opus 1975 Orgelbau Gebrüder Rieger. Das Werk der Orgel war laut Aussagen von zwei Orgelbauwerkstätte nicht reparierbar und blieb nicht erhalten.
Maße
Breite: 150.2cm
Tiefe: 125.0cm
Höhe: 170.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/178959
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TURTLE
Medien
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Identifikator
190642
Inventarnummer
39590/1
Datensatzart
OBJECT
Standort
K10104
24400.018920.172-17987.72false
Sammlungsgruppe
Titel
Multiplex-Orgel Ferdinand Molzer
Beschreibung
Bei der Multiplexorgel werden dieselben Pfeifen in verschiedenen Registern mehrfach verwendet. Vor allem bei Obertonregistern mit Oktav- oder Quintabständen zur Grundreihe stellt das eine sparsame Lösung dar. Der Nachteil ist, dass diese Register keine eigenständigen Klangfarben haben bzw. »Tonlöcher« entstehen, wenn Pfeifen mehrfach angesprochen werden. Außerdem sind die Obertonregister nicht schwebungsfrei, da sie der temperierten Skala entnommen sind. Darüber hinaus erfordert das System eine komplizierte Ansteuerung im Spieltisch. Dieses Instrument hat eine pneumatische Traktur mit einem aufwändigen Relaissystem im Spieltisch. Die vordersten Metallpfeifen bestehen aus Zink, das nach 1900 öfter als Ersatz für das teure Zinn verwendet wurde. Das Instrument stammt aus der Kirche St. Magdalena zu Raasdorf bei Wien und war bis 1992 in Betrieb. Eigentümlich ist der Subbass mit Cis-Klappe, der es ermöglicht, Pfeifen einzusparen. So hat die Orgel nur vier Pfeifenreihen auf 24 Registern.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 285.0cm
Tiefe: 116.0cm
Höhe: 274.0cm
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/190642
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TURTLE
Medien
https://data.tmw.at/object/248398/turtlehttps://data.tmw.at/object/248398/xml
Identifikator
248398
Inventarnummer
59552
Datensatzart
OBJECT
Standort
K7389
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Sammlungsgruppe
Titel
Rohrpostapparat Felbinger & Crespin (Kanonen-Apparat)
Beschreibung
Zur Entlastung des Staatstelegrafen soll im Stadtgebiet von Wien, nach dem Vorbild von Berlin, London oder Paris, eine pneumatisch betriebene Rohrpost gebaut werden. Die Zustellung von Telegrammen soll in unterirdisch verlegten Rohren erfolgen. Einer Rohrpostanlage werden mehrere Vorteile zugeschrieben. Noch bevor ein herkömmliches Telegramm abgesendet, aufgenommen, kuvertiert und zugestellt sei, habe die Rohrpost, der „pneumatische Telegraph“, schon Dutzende Telegramme befördert. Zudem könnten Briefe im handschriftlichen Original übermittelt werden, was jeden Zweifel über deren Echtheit ausschließe. Rohrpostbriefe würden zudem verschlossen transportiert, wodurch das Briefgeheimnis gewahrt bliebe. Auch könnten Geld, Anweisungen und Kurszettel beigefügt werden. Es existiere überdies keine Grenze für die Wortzahl und jegliche Textverstümmelung, wie sie beim Telegrammstil immer wieder vorkomme, entfiele. Die Wiener Rohrpostanlage soll mit vorerst zehn Stationen an verschiedenen Plätzen des Stadtgebietes die Beförderung von rund sechs Millionen Nachrichten jährlich erledigen. In technischer Hinsicht fällt die Entscheidung für ein System, wie es in Paris bereits realisiert worden ist. Gebaut wird die im Februar 1875 fertiggestellte Rohrpostanlage von den Unternehmen Felbinger (Wien) und Crespin (Paris). Die Zentrale befindet sich im neuen Telegrafengebäude am Börseplatz, die Stationen sind soweit möglich in bestehenden Postämtern angesiedelt. Mit Ausnahme der Station in der Börse, die nur während der Zeit des Börsenhandels arbeitet, haben die Stationen von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends für das Publikum geöffnet. Außerdem stehen an geeigneten Plätzen der inneren Stadt rote Sammelkästen, in die das Publikum Mitteilungen einwerfen kann, die befördert werden sollen. Die Kästen werden von Bediensteten tagsüber halbstündlich geleert und die Mitteilungen an die nächstliegende Station zur Weiterleitung und Zustellung gebracht. Befördert werden in erster Linie Telegramme, zur besseren Auslastung aber auch handschriftlich verfasste Briefe. Letztere können auf vorgedruckte Formulare oder auf dünnes Papier geschrieben und in zugehörigen Kuverts aufgegeben werden. Die Beförderungsgebühr beträgt, unabhängig von der Anzahl der Worte, 20 Kreuzer und ist durch Frankierung der Briefe bzw. Kuverts zu entrichten. Bei der Beförderung werden jeweils 20 bis 25 Briefe oder Telegramme in einen geschlossenen Metallbehälter gesteckt und per Luftdruck durch die Leitung transportiert. An den einzelnen Stationen werden Mitteilungen, deren Zieladressen erreicht sind, entnommen und durch Telegrammausträger zugestellt – wenn auch nur in solchen Rayons, in denen sich Rohrpoststationen befinden. Das entspricht dem Gebiet innerhalb des „Linienwalls“, umfasst also nicht die Vorstädte. Dies hält die Zustellungsdauer in Grenzen.
Objektbezeichnung
Maße
Breite: 241.0cm
Tiefe: 26.0cm
Höhe: 152.0cm
Verwandte Objekte
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/248398
Objekt im Online-Katalog anzeigen
TURTLE