Object - Datensatz
 
Medien
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Identifikator
178915
Inventarnummer
29068
Datensatzart
OBJECT
Standort
E4,6.24
-8334.7719438.79964107.43true
Sammlungsgruppe
Titel
Steyr-Puch 500 D - Modell Fiat
Beschreibung
Obwohl das Konzept eines "Volkswagens" in unterschiedlichen Varianten seit den 1920er Jahren in der Automobilindustrie diskutiert wurde, setzte die eigentliche Automobilisierung in Österreich erst in den späten 1950er und zu Beginn der 1960er Jahre ein. Eine Reihe von Automobilen wurden als Einstiegsfahrzeuge konzipiert und sollten den Umstieg vom Motorrad auf das Automobil stimulieren. Bekanntester und auch in Österreich am häufigsten verkaufter "Volkswagen" war dabei der Volkswagen Käfer aus der Bundesrepublik Deutschland. Auf dieses Automobilmodell, dessen Entwicklung auf das Betreiben des NS-Regimes zurückging, kamen 24% der Neuzulassungen in Österreich. Der österreichische Hersteller Steyr-Daimler-Puch AG schuf mit dem Steyr-Puch 500 eine heimische Variante zum Käfer, die ebenfalls auf ein Kaufpublikum abzielte, das sich erstmals ein Automobil leisten konnte und wollte. Das Fahrzeug war ein vollwertiger Viersitzer - bei einer Länge von knapp drei Metern. Die Rückbank war vor allem für Kinder geeignet. Bei der Markteinführung 1957 gab es zunächst nur eine Cabriolimousine - damit kam man angeblich den Gewohnheiten der Motorfahrer entgegen. Ab 1959 bot die Steyr-Daimler-Puch AG das Fahrzeug auch mit festem Dach an - angedeutet mit dem "D" im Namen. Der Preis für einen Puch 500 lag 1957 bei 20.000 Schilling, 1975 bei 29.100 Schilling. (Preisangaben A. Pfoertner, Memoria Austriae, S. 330) In seiner Hochzeit kam der Steyr-Puch 500 in den verschiedenen Varianten auf immerhin 12% der Neuzulassungen in Österreich. Ähnlichkeiten zwischen dem Steyr-Puch 500 (D) und dem VW Käfer finden sich vor allem in der Motorisierung. Der Zweizylinder-Boxermotor mit Gebläsekühlung war - wie beim Käfer - im Heck aufgebaut. Auf eine teure Wasserkühlung verzichteten somit sowohl Käfer als auch Steyr-Puch 500. Mit 493 cm³ Hubraum - vergleichbar einem starkem Motorrad - kam der Steyr-Puch 500 D auf 16 PS / 12 kW Leistung. Der Boxermotor im Heck erlaubte Einsparungen bei Raum, Getriebe, Gewicht und nicht zuletzt Kosten. In der Werbung wurden das von Erich Ledwinka entwickelte vollsynchronisierte Getriebe und der leistungsstarke Boxermotor im Heck auch dazu genutzt, die Bergfähigkeit des Fahrzeugs hervorzuheben. Der Steyr-Puch 500 war ein Fahrzeug aus Österreich für österreichischen Automobilismus: Schließlich kauften die Kunden Automobile auch zu Freizeitzwecken, um mit dem Puch 500 am Wochenende in die Berge zu fahren. Die Betonung österreichischer Interessen war auch deswegen notwendig, weil das Fahrzeug äußerlich ein Italiener war. Aus Kostengründen verzichtete die Steyr-Daimler-Puch AG auf die eigene Herstellung der Karosserie. Stattdessen wurden Pressteile der Karosserie von Fiat übernommen. Im österreichen Sprachgebrauch wurde der Wagen auch liebevoll als "Pucherl", "Puchschammerl" oder "Puch Fünfhundertstel" bezeichnet. Bis heute ist der Steyr-Puch 500 eng mit der nationalen Identitätsbildung verbunden und ein beliebter Oldtimer.
Objektbezeichnung
Maße
Länge: 296.0cm
Breite: 132.0cm
Höhe: 137.0cm
Masse: 480.0kg
Karl Sträßler
Permanente URL
https://data.tmw.at/object/178915
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TURTLE