Person/Institution - Datensatz
 
Identifikator
253323
Status
Deskriptor
Name
Veit, Erich
Nachname
Veit
Vorname
Erich
Geburtsdatum
01.03.1896
Todesdatum
19.05.1981
Biografie
Geboren in Nürnberg, übersiedelt Erich Wilhelm Emil Veit 1905 mit seiner Familie nach Wien, als sein Vater als Oberregisseur an das „Kaiserjubiläumsstadttheater“ (heute Volksoper) engagiert wird. Er ist Privatschüler des Künstlers Ferdinand Schmutzer (1870-1928). Als besonderer Förderer Erich Veits gilt der Industrielle Karl Freiherr von Skoda (1878-1929), für den der junge Künstler die Fabriksanlagen in Pilsen in ästhetisch schönen Bildern festhält. Im Auftrag des k.u.k. Heeresmuseums entstehen zur Zeit des Ersten Weltkrieges Radierungen, die eroberte Geschütze und andere Kriegsobjekte darstellen. Zwischen 1919 und 1926 hat Erich Veit gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Hans ein Atelier in den Räumlichkeiten des Technischen Museums Wien zur Verfügung und fertigt Auftragsarbeiten für die Schausammlung, die die Entwicklung der Technik illustrieren. Die Kernsammlung wird in den 1990er Jahren durch einen Ankauf von über 200 Blättern aus dem Besitz seiner Tochter erweitert, sowie durch seine originale Kupferdruck-Handpresse ergänzt. Der Bestand des Technischen Museums Wien bietet einen Querschnitt des Schaffens des Künstlers. Für den umfangreichen Werkzyklus „Stätten der Arbeit“ begab sich Veit an die Schauplätze des Geschehens. Seine Radierungen zeigen u.a. den Erzberg, die Eisen- und Stahlwerke von Witkowitz, die Stadien der Errichtung von Kraftwerksbauten, die Elektrifizierung der Bundesbahnen ebenso wie den Wiederaufbau Wiens nach 1945. Das künstlerische Werk von Erich Veit umfasst zudem eine Vielzahl an Porträtstudien bedeutender österreichischer Persönlichkeiten – davon besitzt das Museumsarchiv sechs Blätter. Weitere Radierungen von Erich Veit sind u.a. in folgenden Institutionen erhalten: Wien Museum, Österreichische Nationalbibliothek, Heeresgeschichtliches Museum.
Quelle zur Biografie
Personenmappe PM-332