Person/Institution - Datensatz
 
Identifikator
254465
Status
Deskriptor
Name
Molzer & Sohn
Geburtsdatum
01.01.1881
Biografie
Ferdinand d. Ä.: * 30.11.1856 Orth an der Donau/NÖ, † ca. 1928 Wien. Ausbildung bei seinem älteren Bruder im Heimatort, später Wanderjahre und zuletzt Einführung in den Wiener Drehorgelbau. Ab 1881 eine eigene Werkstätte in Wien, die v. a. Drehorgeln herstellte, die bis nach Italien exportiert wurden. Molzers fahrbare Straßenorgel, auch „Werkel“ genannt, war besonders in Wien sehr populär. Aber auch das 1897 präsentierte Orchestrion im Wiener Prater sowie das 1904 erstmals vorgestellte pneumatische Orchestrion mit Kartonnoten waren sehr bekannt. Sein Sohn Ferdinand d. J.: * 1.7.1886 Wien, † 22.9.1970 Wien. Ausbildung bei Franz Joseph Swoboda in Wien, zw. 1910/14 Leitung der Fa. Hofmann & Cerny, später Übernahme der väterlichen Werkstätte, die bis 1961 in Betrieb war. F. M. d. J. führte den Drehorgelbau weiter, die Ponny-Karusell-Orgel im Wiener Prater ist (2004) noch erhalten. Sehr bald wandte er sich jedoch auch dem Bau von Kirchenorgeln zu. In Wien, Niederösterreich und Burgenland entstanden rund 40 Instrumente mit elektropneumatischer Traktur, von denen aber nur noch wenige erhalten sind. 1938–46 war er Prof. für Orgelbau an der Wiener MAkad., weiters lange Zeit Innungsmeister und Vorsitzender der Meisterprüfungskommission in Wien.
Quelle zur Biografie
Österreichisches Musiklexikon der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002–15
Ort