Onlinegruppe - Im Bild festhalten - Teil von: Online
ID: 14694
Bilder mobilisieren Menschen. Sie regen ihre Gefühle und ihre Gedanken an, stimulieren und stillen ihren Wissensdurst gleichermaßen. Doch wie entstehen diese Bilder? Ein Teil unserer Sammlungen enthält in den letzten 200 Jahren entstandene Objekte und die durch sie erzeugten Medien: Druckerpressen für illustrierte Zeitungen und Werbeplakate, für Warenkataloge und Bildpostkarten, Kameras für bewegte und unbewegte Bilder - darunter Apparate aus der Anfangszeit um 1840, aber auch solche, die erstmals versuchten, ferne Reiseziele in 3D abzubilden - und schließlich Computer für die Schaffung künstlicher Welten daheim oder im Kino. Die älteste Technik, die Welt abzubilden, ist aber das händische Gestalten. Die Ergebnisse dieser Bildproduktion finden sich in Form detailgetreuer Grafiken und Gemälde von Fabriken und Fahrzeugen sowie auf vielen 100 mathematisch präzisen Planzeichnungen, auf denen Ingenieurshände seinerzeit neue Bauwerke und neue Automobile und damit die Zukunft entwarfen.
Unterkapitel

Online - Weltausstellung St. Louis 1904 - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14720
Am 30. April 1904 wurde die Louisiana Purchase Exposition eröffnet. Unter dem Motto „Leben und Bewegung, Farbe und Harmonie“ fand diese Weltausstellung gemeinsam mit den Olympischen Spielen in St. Louis statt. Das mehr als 500 Hektar große Gelände gliederte sich in fünf Bereiche mit verschiedenen inhaltlichen und architektonischen Schwerpunkten. Die meisten Ausstellungshallen waren rein temporäre Bauten im neoklassizistischen Stil. Die Ausnahme bildete der vom Architekten Ludwig Baumann entworfene Österreichische Pavillon, ein Werk der modernen Wiener Schule. Die Ausstellung verstand sich als „umfassende Bilanz menschlicher Zivilisation“, deshalb verwundert auch nicht, dass im Österreichischen Pavillon der Schwerpunkt auf menschlichem Kunstschaffen lag. Die rund 40 Fotografien dokumentieren vor allem die Kunstfertigkeiten der Wiener und der Prager Kunstgewerbeschulen sowie die Kunstwerke von Hagenbund und von Mitgliedern des Künstlerhauses.
Online - Tauernbahn - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14714
Mit dem Bau der Tauernbahn unter der Leitung von Carl Wurmb plante man eine direkte Anbindung der nördlichen Industrieregionen der Habsburgermonarchie an den Handelshafen Triest. Sie war der wichtigste Bestandteil der „neuen Alpenbahnen“ und bot mit ihrer Fertigstellung eine neue Nord-Südachse der k. k. Staatsbahnen. Die Trasse musste unter schwierigsten Bedingungen in die Gebirgslandschaft eingebettet werden. Um die vielen Gräben zu überwinden, bedurfte es zahlreicher Viadukte und Brücken. Die größte Herausforderung blieb aber der Bau des 8,5 Kilometer langen Tauerntunnels, der nach der Österreichischen Tunnelbaumethode erfolgte. Fotografien dokumentieren nicht nur diese baulichen Leistungen, sondern auch die zweimaligen Eröffnungsfeierlichkeiten der Strecke. Kaiser Franz Joseph persönlich übernahm diese Aufgabe am 20. September 1905 für den Teilabschnitt von Schwarzach bis Bad Gastein und am 5. Juli 1909 mit der feierlichen Eröffnung der gesamten Strecke.
Online - Petzval - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14494
Das vielfältige Quellenmaterial dokumentiert die Lebensgeschichte, die Forschungen und das fotografische Werk eines Protagonisten der österreichischen Fotoentwicklung: Joseph Maximilian Petzval (1807-1891). Im Herbst 1840 berichteten die Medien über eine bahnbrechende Entwicklung im Bereich der Fotografie: Dem Mathematiker Joseph Petzval war in Wien die Berechnung eines Objektivs gelungen, das gegenüber dem vom Franzosen Daguerre verwendeten viel lichtstärker war. Das Petzval-Porträtobjektiv, ausgeführt durch den Optiker Peter Wilhelm Friedrich Voigtländer, erlangte Weltruhm. Der „Voigtländer‘sche Apparat“, eine Daguerreotypiekamera mit Messinggehäuse, wurde in Tausenden von Exemplaren verkauft. Rechtsstreitigkeiten zwischen beiden Parteien waren die Folge, denn Petzval hatte keinerlei finanzielle oder rechtliche Vereinbarung mit dem Optiker getroffen. In den 1850er-Jahren entwickelte Petzval gemeinsam mit dem Optiker Carl Dietzler ein neues Landschaftsobjektiv: Das "Photographische Dyalit“ wurde erstmals 1856 bei der Jahresversammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Wien vorgestellt. Im Museumsarchiv sind Probeaufnahmen mit beiden vom Fotopionier berechneten Objektiven erhalten. Sie sind kostbare Dokumente aus der Frühzeit der Fotografie in Österreich.
Unterkapitel

Online - Petzvals Lebensdokumente - Teil von: Online - Petzval
ID: 14495
Der Teilbestand umfasst Lebensdokumente und biografische Zeugnisse des Mathematikers und Fotopioniers Joseph Petzval. Zu den Lebensdokumenten zählen Fotografien aus seinem Privatleben sowie eine Glückwunschadresse, die die Studierenden ihm zur 40-jährigen Gedenkfeier seines Amtsantrittes an der Wiener Universität überreichten. Dokumente zu Petzvals Forschungen in den Bereichen Akustik und Ballistik ergänzen den biografischen Archivbestand. Den überwiegenden Teil der Archivalien bilden schriftliche Unterlagen und Sonderdrucke, die von Ludwig Erményi (1846-1929) gesammelt wurden. Erményi, Ingenieur bei der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, verfasste 1902 die erste Petzval-Biografie, die bereits 1903 in einer vermehrten und verbesserten Auflage erschien. Des Weiteren unterstützte er in den 1910er-Jahren das neu gegründete Technische Museum Wien beim Erwerb von Petzval-Objekten und Dokumenten. Ohne Erményis Forschungen wäre die Rezeption von Petzvals Lebensgeschichte unvollständig: Er prägte das Bild von Petzval als zu Unrecht in Vergessenheit geratenes Genie, als gefürchteter Säbel- und Rapierfechter, als exzellenter Reiter, als Exzentriker, der in einer eigenen Werkstätte in seinem Sommerwohnsitz am Kahlenberg Linsen schliff.
Online - Aufnahmen Petzval - Teil von: Online - Petzval
ID: 14496
1856 präsentierte Joseph Petzval vor der Jahresversammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Wien ein neues Landschaftsobjektiv, das „Photographische Dyalit“, und legte Probeaufnahmen vor. Alle Fotografien aus diesem Teilbestand lagen ursprünglich in einem alten, braunen Umschlag mit dem handschriftlichen Vermerk: „Von Petzval hergestellte Bilder". Bei den vorhandenen Fotografien dürfte es sich um Versuchsaufnahmen mit dem Landschaftsobjektiv aus den 1850er-Jahren handeln. Sie dokumentieren die vielfältigen Einsätze des Landschaftsobjektivs: von der Porträtfotografie über die Landschaftsfotografie bis hin zur Reproduktionsfotografie.
Online - Aufnahmen mit Petzval-Objektiven - Teil von: Online - Petzval
ID: 14497
Die meisten Fotografien aus diesem Teilbestand lagen ursprünglich in einem alten, braunen Umschlag mit dem handschriftlichen Vermerk: "Von anderen mit Petzval-Objektiven hergestellten Bilder". Darunter befinden sich u. a. frühe Stadtansichten des Wiener Fotoateliers Wigand & Hutter, verschiedene Fotografien des k. k. Hofgärtners im Hofburggarten und Amateurfotografen Franz de Paula Antoine (der Jüngere) sowie zwei Aufnahmen des amerikanischen Physikers Lewis Morris Rutherford. Der ursprüngliche Fotobestand wurde mit sieben runden Daguerreotypien angereichert. Es handelt sich um Probeaufnahmen, die mit einer (von Voigtländer gebauten) Versuchskamera aus Pappe mit dem 1839/40 von Joseph Petzval berechneten Objektiv angefertigt wurden. Diese Daguerreotypien aus der ersten Erprobungsphase des Petzval-Objektivs zählen zu den frühesten erhaltenen fotografischen Dokumenten in Österreich und wurden von Anton Martin, Peter Wilhelm Friedrich Voigtländer sowie von den Brüdern Joseph und Johann August Natterer aufgenommen.
Online - Andreas Groll - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14486
Andreas Groll war einer der ersten Fotografen in Wien, die für ihre Aufträge das Atelier verließen. Mit seinem 1853 gegründeten „photographischen Institut“ spezialisierte er sich auf Architektur- und Industriefotografie sowie auf Kunstreproduktionen. Um die Wünsche seiner Auftraggeber zu erfüllen, nahm er weite Reisen mit großem fotografischem Gepäck auf sich. Bauwerke, Sammlungen von Kunst und Kunsthandwerken sollten ebenso wie die neuen Leistungen der Industrie dokumentiert werden. Im Archiv des TMW finden sich zahlreiche Beispiele seines vielfältigen fotografischen Wirkens: der Heinrichshof in Wien, die Villa Ferstel in Grinzing, die Katharinenkirche und die Universität in Krakau, die Dampflokomotiven ebenso wie die Banater Besitzungen der Staatseisenbahngesellschaft, Aufnahmen des Nordbahnhofes und entlang der Westbahnstrecke, vom Inventar auf Schloss Rosenberg (Böhmen), der Ambraser Kunstsammlung, eines Tachygraphen und vieles mehr.
Online - Galerie Naturforscher - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14403
Die „Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte“, gegründet 1822 in Leipzig, hielt ihre 32. Versammlung 1856 in Wien ab. Anlässlich dieses Ereignisses verfertigte Rudolf Hoffmann, österreichischer Lithograph und Miniaturmaler, eine Serie von 100 Blättern mit den Konterfeis bedeutender Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Ländern. Die „Gallerie ausgezeichneter Naturforscher“ entstand nach fotografischen Vorlagen. Das Archiv des Technischen Museums Wien besitzt davon 89 Stück. Sie sind Teil des umfangreichen Bestandes „Bildnisse“, der über 1500 Porträts von Technikern, Naturwissenschaftlern und Erfindern umfasst.
online - Hauptpostamt 1938 - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14391
Sechs Projektentwürfe eines Wettbewerbs zum geplanten Neubau der Wiener Hauptpost zeigen, wie sich Architekten die Umgestaltung Wiens zur „Perle des Reiches“ vorstellten. Am bereits 1937 konzipierten Wettbewerb nahmen insgesamt 27 Architekturbüros teil, die ihre unmittelbar nach dem „Anschluss“ eingereichten Entwürfe mit den Hoheitszeichen der neuen Machthaber, Hakenkreuz und Reichsadler, ergänzten. Die noch aus dem Ständestaat stammenden Vorgaben - u.a. der ungehinderte automobile Verkehrsfluss zwischen Innenstadt und Ringstraße - kalkulierten die Demolierung des alten Stadtviertels mit ein und fügten sich gut in die NS-Visionen eines monumentalen „Groß-Wien“. Die drei prämierten Entwürfe wurden im Sommer 1938 in Wien ausgestellt. Das Siegerprojekt der Architekten Heinrich Schmid/Hermann Aichinger und 15 weitere Entwürfe (insgesamt 190 Zeichnungen) gelangten anschließend ins Postmuseum, inzwischen umbenannt in „Reichspostmuseum Abteilung Wien“. Nur drei der anonymisierten 16 Entwürfe konnten bisher bestimmten Architekten konkret zugeordnet werden. Der Neubau der Wiener Postzentrale wurde nie realisiert.
Online - Weltausstellung - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14204
Die gigantische Leistungsschau in Wien sprengte nicht nur die Dimensionen der vorangegangenen Weltausstellungen, sondern wurde akribisch wie nie zuvor für die Nachwelt fotografisch dokumentiert. Die 1872 gegründete „Wiener Photographen-Association“ wurde exklusiv mit der „Durchführung aller photographischen Arbeiten auf dem Ausstellungsplatze“ betraut. Die Fotografen Michael Frankenstein, Oscar Kramer, Josef Löwy und György Klösz und ihre Assistenten hielten die monumentalen Ausstellungshallen, die Themenpavillons und Cafés ebenso wie hunderte große und kleine Ausstellungsobjekte mit der Kamera fest. Rund 250 Fotografien sind im Museumsarchiv verwahrt, darunter die komplette Serie der 64 Bauaufnahmen, welche u.a. die Entstehung der Rotunde, des Wahrzeichens der Wiener Weltausstellung, veranschaulichen. Der Bestand wird durch Pläne des Ausstellungsareals, zwei Alben mit Original-Widmung an den Generaldirektor Schwarz-Senborn sowie weitere Erinnerungsstücke ergänzt.
Online - Stereobilder - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14344
Betrachtet man ein Stereobild mit bloßem Auge, so sind nur zwei fast identische Aufnahmen zu sehen. Erst mit Hilfe eines „Stereoskops“ verschmilzt das Fotopaar zu einem einzigen dreidimensionalen Bild. Zum internationalen Durchbruch der Stereofotografie kommt es 1851 bei der Londoner Weltausstellung. Anfänglich als Daguerreotypien verkauft, werden die Stereoaufnahmen dank der Erfindung des günstigeren Kollodiumverfahrens rasch verbreitet. Das Stereoskop - als Tischgerät oder Handbetrachter - gehört in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Inventar gehobener bürgerlicher Haushalte, und so genannte „Zimmerreisen“ entwickeln sich zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung. Das Museumsarchiv bewahrt eine vielfältige Sammlung mit über 4.000, auf Papier und Glas montierten Stereobildern. Die Bandbreite der Bildmotive reicht von Landschafts- und Architekturaufnahmen rund um den Globus über Weltausstellungen und Museen bis hin zu technischen Bauwerken und damals aktuellen Ereignissen.
Online - Fotokameras - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14012
Die Sammlungsgruppe Fotokameras spannt einen weiten Bogen von frühen Daguerreotypie- und Plattenkameras über Rollfilmkameras bis hin zur Kleinbild- und schließlich zur Digitalfotografie. Ein Großteil unserer historischen Kameras stammt von der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Die Institution wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert als k.k. Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproduktionsverfahren zu Forschungs- und Lehrzwecken gegründet und war wesentlich an der Entwicklung der Fotografie in Österreich beteiligt. Eine repräsentative Auswahl der Kameras ist im permanenten Schausammlungsbereich „medien.welten“ zu sehen.
Online - Unikate - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14203
Die Fotografie gewann ab den 1840er Jahren mit der Erfindung der Daguerreotypie hohe Beliebtheit. Durch das Unikatverfahren mit Ablichtung auf einer Silberplatte entstanden kostbare Einzelstücke. Brillanz und Detailreichtum der Unikate des Franzosen Daguerre faszinierten die zeitgenössischen Betrachter mehr als die grobkörnigen Papierfotografien von Talbot, obwohl das in England fast zeitgleich entwickelte Verfahren aufgrund seiner Reproduzierbarkeit zukunftsweisender war. Die Sehnsucht nach dem eigenen Abbild führte in den 1850er Jahren zur Erfindung von schnelleren und preiswerteren Verfahren, darunter die Unikatverfahren Ambrotypie, Ferrotypie und Pannotypie. Der Archivbestand „Unikatverfahren“ umfasst 74 Lichtbilder. Etliche gelangten gemeinsam mit Kameras in das Museum und sind Belege der Entwicklung der Fototechnik. Besonders wertvoll sind sieben Daguerreotypien, die, 1840 mit der Versuchskamera von Joseph Petzval aufgenommen, zu den „Inkunabeln“ der Fotografie in Österreich zählen.
Online - Lichtbilder der Ingenieurskunst - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14307
Mit dem Medium Fotografie entstand ein eigenes Genre: die Eisenbahnfotografie. Zahlreiche Abbildungen von Lokomotiven und Streckennetzen, auch im Auftrag der k.k. priv. öst. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft, entstanden. Fotografen wie Andreas Groll, Anton Rohrbach oder Hermann Voigtländer schufen vor allem in den 1860er bis 1870er Jahren nicht nur Aufnahmen von Werkslokomotiven und Streckenbildern zu reinen Dokumentationszwecken, sondern auch umfangreiche Präsentationsmappen und Prunkalben, die auf Weltausstellungen gezeigt oder den Aktionären vorgelegt wurden. Diese Auftragswerke sollten die hervorragenden Leistungen der Ingenieurskunst widerspiegeln, vom Bau der Donaubrücke bei Stadlau bis zu Panoramaaufnahmen der Eipel-, Theiss-, und Granbrücke. Gleichzeitig brachten sie die kulturelle Vielfalt ferner Domänen der Habsburgermonarchie dem interessierten Publikum sowie den kundigen Fachleuten näher.
Online - Feuer am Dach - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14904
Wien wurde Ende des 19. Jahrhunderts von zahlreichen Bränden heimgesucht. Der Brand des Ringtheaters mit hunderten Todesopfern im Dezember 1881 war Anlass zu einer umfassenden Reorganisation der Wiener Feuerwehr. Die Fotosammlung von rund 400 Aufnahmen dokumentiert die vielen verschiedenen Feuersbrünste im Wien um 1900 - Dachfeuer, Brände in Fabriken wie der „k. k. Tabak-Hauptfabrik“, auf Schiffsmühlen, in Vergnügungsstätten und der Börse -, aber auch einen Theaterbrand in Chicago und Fahrzeuge der Bremer Feuerwehr. Die Fotografien stammen großteils vom Wiener Fotografen Gustav Broser, von dem auch Aufnahmen lokaler Hochwasserkatastrophen erhalten sind. Die Fotografien wurden vermutlich für Präsentationszwecke angefertigt, wahrscheinlich für die internationale Ausstellung über Feuerwehr und Rettungswesen, die 1901 in Berlin und Wien stattfand und zur Gründung des Wiener Feuerwehrmuseums führte. Die Fotodokumentation gelangte als Schenkung eines Oberinspektors der Wiener Feuerwehr 1912 in das neu erbaute Technische Museum.
Online - NS-Frauenpolitik und Bildpropaganda - Teil von: Onlinegruppe - Im Bild festhalten
ID: 14966
Die Pressefotografie spielte eine zentrale Rolle für die NS-Propaganda. Ausgewählte Aufnahmen der Pressebildagentur Wien-Bild (vormals Agentur Schostal) und der Atlantic-Photogesellschaft aus Berlin verdeutlichen ein ambivalentes und von Opportunismus geprägtes Frauenbild des männerdominierten NS-Regimes. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ stand die Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau im Mittelpunkt. Doch veränderte sich die ideologisch motivierte Bildpropaganda mit Fortschreiten des Krieges allmählich. Die Bilder belegen, wie sich Frauenpolitik aufgrund des Mangels an Arbeitskräften den kriegswirtschaftlichen Erfordernissen anpasste. Pressefotos inszenieren unermüdliche Arbeiterinnen in typischen Männerberufen, etwa als Schweißerinnen, Dreherinnen, Kranführerinnen oder als Straßenbahn- und LKW-Fahrerinnen. Andere Aufnahmen zeigen Laborantinnen bei ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen, veranschaulichen die Bedeutung der gesunden "Volksernährung" und propagieren die Autarkie in der Lebensmittelproduktion. Zeitgleich verbreiten dieselben Bildagenturen Fotos von Veranstaltungen der NS-Frauenschaft, der Frauenorganisation der NSDAP: Mutterschaftskurse, Kochkurse für Kinder oder Modeschauen „Wie sich die Hausfrau richtig kleidet“. Diese Bilder vermitteln den Eindruck, dass die Arbeitseinsätze der Frauen eine vorübergehende Ausnahme wären, bis die Männer heimkehren.