Onlinegruppe - In Bewegung - Teil von: Online
ID: 14696
„Alles Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben.“ Leonardo da Vinci prägte nicht nur diesen Satz, in seinen technischen Entwürfen skizzierte der Universalgelehrte auch verschiedenste Hilfsmittel, die die Bewegung des Lebens erweitern sollten. Heute finden sich viele seiner Visionen in unserem täglichen Leben verwirklicht - vom einfachen Getriebe bis zur komplexen Flugmaschine. Die Generationen nach Leonardo da Vinci bauten auf dem alten Wissen auf, um Neues zu schaffen. Menschen und Güter erhielten so eine nie geahnte Mobilität. Und die moderne Zeit brachte noch ganz andere Bewegungsvorgänge hervor - solche, die über die Mechanik hinausgehen. Information ist heute ein allgegenwärtiges Gut. Waren es früher Briefe, die um den Globus transportiert wurden, Telegramme, die sich mit Lichtgeschwindigkeit in Kabeln verbreiteten, so sind es heute digitale Signale, die für den Transport des globalen Wissens genutzt werden.
Unterkapitel

Online - Missionsembleme von Raumfahrtmissionen - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14840
Als Valentina Tereshkova 1963 als erste Frau in den Weltraum flog, hatte sie etwas auf ihrem Raumanzug, was damals niemand sehen konnte, da es unter ihrem orangefarbenen Overall verborgen war. Sie führte damit ein, was seitdem bei fast keiner „bemannten“ Weltraummission Russlands, der USA, Europas oder Chinas fehlen darf: Missionsabzeichen! Am Beginn des Raumfahrtzeitalters waren fast alle Astronaut_innen, Kosmonauten_innen und Taikonaut_innen Pilot_innen der Luftwaffen ihrer jeweiligen Länder. Luftwaffeneinheiten hatten traditionell ihr eigenes Wappen. Diese Tradition übertrug man bald in die Raumfahrt, jede Weltraummission bekam ihr eigenes Missionsabzeichen, das nicht nur von den Raumfahrer_innen sondern auch von den Mitgliedern der Bodencrew der Mission getragen wurde. Waren die „Mission Patches“ für die Bodencrews gestickt, trugen die Raumfahrer_innen aus Sicherheitsgründen während ihrer Mission Aufnäher aus feuerfestem Material. Seit der „Gemini 5“-Mission im August 1965 hatte jede bemannte Mission der USA ihr eigenes Missionsabzeichen. Die Sowjetunion, obwohl sie „Mission Patches“ 1963 als erste Nation eingeführt hatte, kreierte anfangs eigene Abzeichen nur für besondere Missionen; dies änderte sich erst Mitte der 1980er-Jahre. Auch China übernahm ab 2003 diese Tradition, ebenso die ESA, obwohl europäische Astronaut_innen bis heute nur als Passagiere amerikanischer oder russischer Weltraummissionen unterwegs sind. In den USA war es von Anfang an üblich, dass die Abzeichen von Designer_innen in Absprache mit den teilnehmenden Astronaut_innen entworfen wurden. Jedes Abzeichen zeigt neben den Namen der Raumfahrer_in auch symbolhaft die wichtigsten Ziele der Mission. Die Abzeichen sind mittlerweile auch begehrte Sammlerstücke. Das Technische Museuem besitzt eine Sammlung von Mission Patches vorwiegend aus der Space-Shuttle-Ära von 1981-2011. Diese Zeit markiert den Übergang von der nationalen zur internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Dies zeigt sich auch an den Patches: Anhand von ihnen lassen sich die Meilensteine der Missionen und die Biografien der Raumfahrer_innen aus vielen Nationen nachzeichnen und wiedererleben.
Online - Lokomotiven der Südbahn - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14499
Eine Sammlung von rund 54 Fotografien dokumentiert anschaulich den Fuhrpark der k. k. privilegierten Südbahn-Gesellschaft. Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Wien und Triest 1857 waren die ersten Schnellzüge mit Dampflokomotiven als Zugmaschinen unterwegs. Rudolf Tirold, Amateurfotograf und Eisenbahnbeamter, hielt einzelne Lokomotivreihen fotografisch fest, wie beispielsweise die Standard-Reisezuglokomotive SB 17c, die Gebirgs-Schnellzuglokomotive SB 32f oder die vierfach gekuppelte Schlepptenderlokomotive kkStB 170 für die Bergstrecke über den Semmering. Die Probefahrt der Reihe 17c wurde ebenso abgelichtet, wie die Dampflokomotive SB 106 mit einem sechsachsigen Schlafwagen der internationalen Schlafwagengesellschaft. Ein dreiachsiger Lokomotivtender oder eine Schiebebühne auf dem Werksgelände der Südbahn ergänzen diese Fotodokumentation aus den Jahren 1897 bis 1911.
online - Cito Cito: Am schnellsten mit der Post - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14498
Um 1500 entsteht neben dem Botenwesen das moderne Postsystem. Für berittene Kuriere werden in regelmäßigen Abständen Stationen („posta") angelegt, wo Pferd und Reiter gewechselt werden können. Den Reitern ist vorgeschrieben, wie schnell sie die Intervallstrecken „Tag und Nacht" zurückzulegen haben. Zur Kontrolle dienen sogenannte „Stundenpässe", die mit den Briefpaketen in Ledertaschen („Felleisen") transportiert werden. An jeder Station wird vermerkt, wann das Felleisen an welchen Boten übergeben wurde. Um ein Verzögern des Brieflaufs zu unterbinden, malen die Postmeister kleine Galgen auf die Stundenpässe oder befehlen größtmögliche Eile mit der Aufschrift „Cito Citissime". Im 18. Jahrhundert verwandeln sich die handschriftlich verfassten Stundenpässe angesichts des anwachsenden Nachrichten- und Reiseverkehrs in vorgedruckte Formulare. Bis ins 19. Jahrhundert werden Stundenpässe als Kontrollmittel eingesetzt, solange Postkutschen nicht endgültig von der Eisenbahn abgelöst werden.
Online - Luftfahrt Schausammlung - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14487
Die erste bemannte Luftfahrt gelang am 21. November 1783 mit einem Heißluftballon. Die frühe Flugzeugentwicklung dokumentieren im Museum ausgestellte Originale von Wilhelm Kress, Otto Lilienthal und Igo Etrich. Das weltweit einzige erhaltene Sturmflügel-Modell wurde nach Otto Lilienthals Unfalltod 1898 von Igo Etrich erworben, der es 1915 dem Museum schenkte. Die archetypische Etrich-II „Taube“ von 1910, von der allein in Österreich rund 50 Stück produziert wurden, kam 1914 ebenfalls als Geschenk Etrichs ins Haus. Den technischen Fortschritt im Flugzeugbau während des Ersten Weltkriegs zeigt das einzige erhaltene k.u.k. Jagdflugzeug österreichischer Konstruktion: die 1918 gefertigte Aviatik-Berg D I. Das größte ausgestellte Original ist die „geschnittene“ De Havilland DH 104 „Dove“; der zweimotorige Tiefdecker wurde zwischen 1957 und 1976 vom Bundesamt für Zivilluftfahrt für Funkvermessungsarbeiten eingesetzt. Neben dem ersten ÖAMTC-Rettungshubschrauber schließt den Bogen zur Gegenwart das Propeller-Leichtflugzeug Diamond Aircraft DA42 TwinStar.
Online - Lloyd-Wulz - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14469
Der Österreichische Lloyd, k. k. Schifffahrtsgesellschaft mit Sitz in Triest, erkannte früh das Potential des neuen Bildmediums Fotografie für die publizistische Tätigkeit sowie für Repräsentations- und Werbezwecke. Bereits 1855 wurde in der III. Sektion des Lloyd, der „literarisch-artistischen Abtheilung“, ein Fotoatelier unter der Leitung des Berufsfotografen Wilhelm Engel eingerichtet. In den 1880er-Jahren ließ die Lloyd-Direktion die komplette Schiffsflotte systematisch fotografieren. Der beauftragte Triester Fotograf Giuseppe Wulz, ein ehemaliger Lehrling Engels, hielt mit seiner Kamera die mächtigen Lloyd-Dampfer vor dem Arsenal in der Bucht vor Muggia fest. 1893 spendete der Österreichische Lloyd dem k. k. Österreichischen Postmuseum, einer Vorläuferinstitution des Technischen Museums Wien, 77 Schiffsbilder von Wulz sowie eine Aufnahme des Dampfers „Imperator“ des Marine-Fotografen Alois Beer. Noch heute stellen die Lichtbilder der zur Postbeförderung eingesetzten Lloyd-Passagierschiffe eindrucksvolle Zeugnisse der wirtschaftlichen Stärke und strategischen Bedeutung der einstigen k. k. Reederei dar.
online - Levantepost - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14371
Österreichische Postämter im Nahen Osten? Das gab es tatsächlich über viele Jahrzehnte hinweg im 19. Jahrhundert. In über 70 Hafen- und Handelsstädten am östlichen Mittelmeer und in der Ägäis - der sogenannten Levante - sowie am Schwarzen Meer wurden die Posteinrichtungen von k.k. Beamten aufgebaut und zusammen mit Einheimischen betreut. Weite Teile der Levante gehörten damals zum Osmanischen Reich. Weil es abgesehen vom Kurierdienst des Sultans noch keinen osmanischen Postdienst gab, übernahmen im Laufe des 19. Jahrhunderts Österreich und andere Großmächte wie Frankreich und England die Postdienste in der Levante. Als sich um 1900 die Übernahme der fremden Postanstalten durch das Osmanische Reich und damit auch das Ende der österreichischen Levante-Post abzeichnete, wurden Fotografen beauftragt, die 30 verbliebenen k.k. Postämter „im Oriente“ für die Nachwelt festzuhalten. Rund 50 Aufnahmen wurden für das Wiener Postmuseum ausgewählt und werden bis heute in der eigens angefertigten Schatulle verwahrt.
Online - Fotosammlung Ponath - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14200
Geringe Spurweite - breites Auftreten! Schmalspurbahnen erschließen Berge und Täler Österreichs und sind ein wichtiger Teil der Eisenbahngeschichte. Fauchende Dampfloks auf der Achenseebahn, Männer und Frauen, die sich ihren Kindheitstraum vom Lokführer auf der „Hobbylok“ der Zillertalbahn erfüllen, Sommerausflüge auf den Schneeberggipfel mit der Zahnradbahn: Seit den 1980er Jahren dokumentiert der leidenschaftliche Eisenbahn-Amateurfotograf Horst-Udo Ponath primär Dampfzüge in Deutschland, Italien und Österreich. Auf den rund 120 Farbdias der Sammlung werden die wichtigsten Schmalspurbahnen Österreichs ausdrucksvoll in Szene gesetzt - neben den eingangs erwähnten Bahnen die Mariazeller-, Ybbstal-, Murtal-, Taurach-, Schafberg-, Steyrtal- und Stubaitalbahn.
Online - Imperiales Reisen - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14201
Ob einzelner Salonwagen oder ganzer Hofzug - Ausstattung und Ausführung waren immer luxuriös und standesgemäß. Einblicke in den Speisesalon oder das Schlafcoupé des österreichischen Kaiserzuges gefällig? Kurz nach Beginn des Eisenbahnbetriebes in der Habsburgermonarchie wurden bereits Hofsalonwagen produziert und Hofzüge zusammengestellt. Der erste Hofsalonwagen war jener der k. k. nördlichen Staatsbahn und verkehrte ab 1845. Weitere Beispiele sind der Hofsalonwagen der Kaiserin Elisabeth-Bahn von 1860, der dreiachsige Hofsalonwagen der Kaiser Ferdinands-Nordbahn aus dem Jahre 1864 oder der Hofjagdwagen Nr. XV der Südbahngesellschaft von 1872, ein Exponat der Wiener Weltausstellung. Das österreichische Kaiserhaus gab einen (einheitlichen) Repräsentationszug mit acht Wagen in Auftrag, den die Prager Waggonfabrik Franz Ringhoffer 1891 produzierte. Zahlreiche Fotografien und Technische Zeichnungen spiegeln luxuriöse Vielfalt und technische Raffinessen jener Zeit wider.
Online - 30 Dinge die bewegen - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14342
Objekte, die unserer Fortbewegung dienen, sind Schuhe, aber auch Fahrräder, Automobile, Eisenbahnen, Flugzeuge oder Schiffe. Seit über 100 Jahren sammelt das Technische Museum Wien Objekte zur Geschichte des Verkehrs. In der Ausstellung „Mobilität“ gibt es die vielfältigsten Objekte. Im Buch zur Ausstellung: „Mobilität - 30 Dinge, die bewegen“, haben wir 32 von ihnen ausgewählt. Mit unseren Objektgeschichten, die wir zu jedem Stück erzählen, wollen wir die Vielschichtigkeit und den Facettenreichtum unserer Sammlung, aber auch des Phänomens Mobilität deutlich machen.
Online - Feldpost - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14268
Im August 1914 nimmt die k.u.k. Feldpost ihre Arbeit auf. Für vier lange Jahre ist sie für Millionen von Menschen zwischen Front und Heimat die wichtigste Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben. Die Lebenszeichen auf Karten und in Briefen lindern die Angst und Sorge um die Angehörigen, Pakete von daheim mit warmer Wäsche, Tabak oder Nahrungsmitteln trösten und stärken die Soldaten auch moralisch. Die Behörden wissen um den Wert einer gut funktionierenden Feldpost: Im Dienste der staatlichen Bildpropaganda veranschaulichen Fotoserien die Leistungen pflichterfüllter Menschen in zivilen Sortierstellen und in mobilen Feldpostämtern im Frontgebiet. Viele Fotografien wandern ab 1916 ins k.k. Postmuseum, rund 290 Stück haben sich im Technischen Museum Wien erhalten. Ob gestellt oder authentisch - die Aufnahmen lassen erahnen, welche enormen logistischen Herausforderungen die massenhaft genutzte Feldpost zu bewältigen hatte.
Online - Schienenoberbau - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 13823
Was gab der Eisenbahn ihren Namen? Nicht etwa der eiserne Dampfkessel der Lokomotive, sondern ihr grundlegendes Merkmal: das Gleis. Alle Teile, vom Schotter bis zur Schiene, umfasst der Begriff „Oberbau“. Die Oberbausammlung des Technischen Museums ist eine der größten Europas. Über 600 Stücke dokumentieren die Entwicklung der Eisenbahn-Fahrbahn von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die ältesten Stücke gehören zu den frühesten Sammlungen, die für das k.k. historische Museum der Österreichischen Eisenbahnen zusammengetragen wurden, wie beispielsweise eine gusseiserne Fischbauchschiene aus dem Jahr 1811. In den 1960er Jahren, als das Eisenbahnmuseum noch Teil der ÖBB war, entstand im Keller des Technischen Museums eine detaillierte Ausstellung mit über 300 Exponaten. Fachleute der ÖBB erarbeiteten einen Katalog, der heute viel Wissen über die mitunter exotischen Teile zusammenfasst. Diese Informationen sind auch in die Objektbeschreibungen in der Onlinedatenbank eingeflossen.
Online - Semmeringbahn - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14202
Wie kaum ein anderes Bauwerk in Österreich ist die Semmeringbahn Sinnbild des Pioniergeistes und der Ingenieurkunst des 19. Jahrhunderts. Errichtet nach den Plänen von Carl Ghega als Teilstrecke der k. k. Südbahn zwischen der Reichshauptstadt Wien und der Hafenstadt Triest, galt die Gebirgsbahn bereits unmittelbar nach der Fertigstellung 1854 als Meilenstein im Eisenbahnbau. Eigens für die 41 km lange Strecke wurden technisch innovative Dampflokomotiven entwickelt, die in der Lage waren die enormen Steigungen zu bewältigen. Die im Vergleich zur strapaziösen Kutschenfahrt schnelle und komfortable Bahnreise stellte für die Zeitgenossen eine besondere Erfahrung dar. Das Semmering-Gebiet entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer beliebten Tourismusregion. Die harmonische Einbettung des Bauwerks mit seinen charakteristischen Steinbogenviadukten in die alpine Landschaft prägt bis heute das unverwechselbare Aussehen der Semmeringbahn. 1998 wurde sie zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Online - Streckenbilder - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14264
Eine bildliche Reise entlang ausgewählter Eisenbahnstrecken der Habsburgermonarchie. Die Bilder dokumentieren die Bahninfrastruktur und illustrieren die Highlights entlang der Strecke. Von Wien aus gelangte man mit der Kaiser Ferdinands-Nordbahn in die Bergbaureviere Galiziens und mit der Österreichischen Nordwestbahn zu den Industriegebieten Böhmens. Eine durchgehende Eisenbahnverbindung von Wien an die Hafenstadt Triest bot die Südbahn. Mit der Kronprinz Rudolf-Bahn reiste man durchs Hochgebirge des Gesäuses, in die Industrieregionen der Eisenstraße und weiter nach Süden. Die Salzkammergutbahn erschließt das Gebiet vom steirischen Ennstal bis ins Innviertel und entführt zu den schönsten Plätzen des Salzkammergutes. Die Bildmotive zeigen Bauwerke und Landschaften, Stadt- bzw. Ortsansichten, Produktionsstätten und Sehenswürdigkeiten. Blicke abseits der Bahnstrecke erlaubt das Südbahnalbum des Fotografen Alois Beer. Die malerisch inszenierten Panoramafotografien von Orten wie dem Seebad Abbazia oder dem Gardasee wecken die Lust auf Eisenbahnreisen.
Online - Wiener Stadtbahn - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14556
Am 9. Mai 1898 eröffnete Kaiser Franz Joseph feierlich die Wiener Stadtbahn. Der Bau der Stadtbahn veränderte das Wiener Stadtbild umfassend und nachhaltig - von der Gürtellinie über das Wiental bis hin zum Donaukanal. Die Wiener Stadtbahn ist ein Meilenstein in der Architekturgeschichte und gilt neben der Ringstraße als die bedeutendste städtebauliche Leistung Wiens um 1900. Otto Wagner entwarf ein bis ins Detail durchdachtes, zusammenhängendes Verkehrsbauwerk von rund 38 Kilometer Länge mit 42 Viadukten, 78 Brücken und 36 Stationen. Trassen, Viadukte, Brücken und Stationsgebäude der Wiener Stadtbahn sind bis heute unverzichtbare Bestandteile des öffentlichen Verkehrsnetzes. Trotz der Größe des Bauprojekts sind nur vergleichsweise wenige Dokumentationsaufnahmen erhalten geblieben, darunter eine faszinierende Fotoserie des am Projekt beteiligten Ingenieurs Albert Stächelin. Originalfotografien geben Einblick in den Bau und Betrieb der Wiener Stadtbahn. Entwürfe von Otto Wagner und Dokumente der Eröffnungsfeier vor 120 Jahren runden den Bestand ab.
Online - Verkehrsflüsse und Kontrollsysteme - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14773
Um den stetig steigenden Güter- und Personenverkehr besser abwickeln zu können, kommt vermehrt modernes Verkehrsmanagement zum Einsatz. Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist die detaillierte Erfassung des Verkehrsaufkommens, was mit einer Registrierung jedes einzelnen Teilnehmers einhergeht. Durch die Zusammenführung von Zeit-und Ortsdaten der Teilnehmer verschiedener Trägersysteme wird eine möglichst effiziente Abwicklung gewährleistet. Die notwendige Sicherheit wird durch Überwachung und Kontrolle des Verkehrsgeschehens erzielt.
Online - Eröffnung Kaiserin Elisabeth-Bahn - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14838
Ein durchgehender Betrieb auf der Kaiserin-Elisabeth-Bahn von Wien über Salzburg bis nach München war ab 12. August 1860 möglich. Die Eröffnungsfeierlichkeiten dauerten mehrere Tage, den Höhepunkt bildete die Schlusssteinlegung am Salzburger Bahnhof mit kirchlicher Einweihung der Bahn. Archivalien aus der Frühzeit der Kaiserin-Elisabeth-Bahn belegen nicht nur die zahlreichen Feierlichkeiten, die an unterschiedlichen Orten stattfanden, sondern dokumentieren auch die wichtigsten Gebäude entlang der Strecke. Kolorierte Lithografien und Tuschezeichnungen geben die Gestaltungsentwürfe des Wiener Westbahnhofes oder die fertiggestellten Bahnhöfe St. Pölten und Salzburg aus der Zeit um 1860 wieder. Fotografien zeigen die Ausführung des ersten Hofzuges der Kaiserin-Elisabeth-Bahn, der 1859 von der Maschinen- und Waggonfabrik Johann Spiering in Wien gebaut wurde. Diese Auswahl bietet einen vielfältigen Blick auf den Bau und die Eröffnungsvorbereitungen der auch heute noch wichtigen Westbahnstrecke.
Online - Luxuriöse Bahnreisen - Teil von: Onlinegruppe - In Bewegung
ID: 14841
Zu einem unvergesslichen Reiseerlebnis sollte der „neue Komfort auf Rädern“ beitragen. Aus dem Bestreben luxuriöse Reisewagen zur Verfügung zu stellen, entwickelte man Speise-, Salon- und Schlafwagen mit gehobener Ausstattung. Die internationale Schlafwagengesellschaft (CIWL), 1872 von Georges Nagelmackers gegründet, war der größte Anbieter von Luxuszügen, Speise- und Schlafwagendiensten in Europa. Damit ihre Kunden standesgemäß reisen konnten, wurden die Eisenbahnwaggons mit allen möglichen Raffinessen ausgestattet. Einige Waggons der CIWL, vor allem luxuriöse Speise- und Schlafwagen, wurden zwischen 1900 und 1915 in den Ringhoffer Werken in Prag produziert. Sie waren kunstvoll tapeziert an Wänden und Decke, wiesen neben Tischen und gepolsterten Sitzmöglichkeiten Vorhänge, Stoffrollos, Betten mit Bettzeug, Waschtische sowie Deckenventilatoren und -leuchten auf. Auch die k. k. österreichischen Staatsbahnen ließen eigene Wagen bei der Fa. Ringhoffer produzieren, um den Reisenden fahrenden Luxus bieten zu können.