Begriffsbeschreibung
Rassismus bezeichnet Prozesse, in denen Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale (z. B. Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Religion) zu einheitlichen Gruppen konstruiert, hierarchisch bewertet und ausgegrenzt werden. Er führt zu sozialer Ungleichheit und kann die Würde und gesellschaftliche Teilhabe von Personen systematisch beeinträchtigen. Rassismus manifestiert sich sowohl in alltäglichen Interaktionen – etwa in Form von Mikroaggressionen – als auch in institutionellen Strukturen und Abläufen (z. B. in Schule, Wissenschaft, Polizei oder Gesundheitswesen). Er wirkt strukturell benachteiligend, wenn bestimmte Gruppen dauerhaft ausgeschlossen oder diskriminiert werden. Rassismus kann sich in Handlungen, Gesetzen, Regelungen und Überzeugungen ausdrücken, die auf gesellschaftlichen Machtverhältnissen beruhen und diese zugleich reproduzieren.