Begriffsbeschreibung
Ein Basar ist ein festes Marktviertel in Städten islamisch geprägter Kontexte, das sich durch ein Netzwerk ganz oder teilweise überdachter Marktgassen auszeichnet. Die Geschäfte sind in der Regel nach Handwerken oder Produktarten gegliedert. Der Basar bildet einen zentralen Bestandteil der städtischen Handels- und Wirtschaftsstruktur. Der Begriff „Basar“ geht auf das Persische zurück und bezeichnete ursprünglich Märkte im Iran, in Zentral- und Südasien. In vielen europäischen Sprachen hat sich „Basar“ als allgemeiner Oberbegriff für Märkte in Vorderasien und teilweise Nordafrika eingebürgert, die im Arabischen jedoch als Suk (auch Suq) bezeichnet werden. Während der Kolonialzeit entstanden in arabischen und islamisch geprägten Städten Markthallen nach europäischem Vorbild, die ebenfalls als „Basare“ bezeichnet wurden. Die Errichtung kolonialer Markthallen spiegelt die Transformation urbaner Räume wider und verdeutlicht, wie koloniale Eingriffe die Nutzung wie auch die Wahrnehmung lokaler Märkte sowie vorkolonialer Handelsstrukturen prägten und veränderten.