Begriffsbeschreibung
Die Dekolonisierung westlicher Museen bedeutet, sich kritisch und dauerhaft mit kolonialem Erbe auseinanderzusetzen. Dazu gehören die Erforschung kolonialer Sammlungen, die Provenienzforschung zu Objekten aus kolonialen Erwerbskontexten und – in bestimmten Fällen – auch ihre Rückgabe in Form von Restitution. Ebenso wichtig ist die Neubewertung von Ausstellungs- und Vermittlungspraktiken sowie das Bewusstsein dafür, dass westliche Museen lange Zeit zur Festschreibung kolonialer Narrative und eurozentrischer Sichtweisen beigetragen haben. Ein zentraler Bestandteil ist die Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften im Sinne partizipativer und multiperspektivischer Ansätze, die transkulturelle Zugänge fördern.